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Korschenbroich
Der Eifelwald und die Gehry-Bauten

Korschenbroich. Die Künstlerin Birgit Baur zeigt ihre Bilder in einer Ausstellung in der Niederrhein-Klinik. Von Rudolf Barnholt

Es ist ihre dritte Einzelausstellung: Birgit Baur aus Jüchen stellt noch bis zum 27. Juni eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Niederrhein-Klinik aus. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf mit dem Computer veränderte Fotografie. Malerei und die Kombination von Fotografie und Malerei sind ebenfalls Teil ihrer Arbeiten.

Die gelernte Industriekauffrau war aktiv geworden, als sie die Lust, künstlerisch zu arbeiten, verspürte: Sie absolvierte ein Fernstudium im Fach "Fotodesign", besuchte die Fotoschule in Köln und belegte Kurse bei einer Kunst-Akademie. In der Niederrhein-Klinik sieht man jetzt, dass sich der Aufwand gelohnt hat. "Ich stelle die Dinge gerne anders dar, als sie sind", erklärt die 47-Jährige in Bezug auf ihre Fotografie. Mal bringt sie nachträglich mehr Farbe ins Bild, mal mehr Strukturen, und gerne verfremdet sie die Motive, so dass der Betrachter zum genauen Hinschauen angeregt wird.

Baur fotografiert zwar gerne auf Urlaubsreisen, in der Niederrhein-Klinik sind jetzt aber auch bekannte Motive aus der Region zu sehen wie die Gehry-Bauten im Düsseldorfer Medienhafen oder Schloss Dyck.

Manchmal ist auf den ersten Blick nicht klar, ob es sich um Malerei oder Fotografie handelt. Spiegelungen sind ein großes Thema. Die sterile Atmosphäre des Düsseldorfer Flughafens peppt sie unter anderem mit knalligen Farben auf. Es gibt Bilder, die musste die 47-Jährige einfach malen wie den monumentalen Buddha.

Es gibt Mischformen aus Malerei und Fotografie, wo jeweils ein Element deutlich überwiegt - zumeist ist es das Foto. Dabei sind es nicht immer die spektakulären Motive, die sie animieren, auf den Auslöser ihrer digitalen Spiegelreflexkamera zu drücken: Selbst das Unterholz im Eifelwald wirkt, gezielt aufgepeppt, märchenhaft. Als sich Birgit Baur erstmals mit der Fotografie auseinandergesetzt hat, wollte sie vor allem Tiere als Motive haben. Das hat sich längst geändert: Die wenigen Tierbilder, die in der aktuellen Ausstellung zu sehen sind, sind nicht fotografiert, sondern gemalt.

Quelle: NGZ
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