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Korschenbroich
Diakonie will Kita-Plätze verdoppeln

Korschenbroich: Diakonie will Kita-Plätze verdoppeln
Sie planen die Zukunft für den Diakonie-Standort Kleinenbroich (v.l.): Uwe Amelungk, Heribert Lehnacker, Rainer Gerdau und Bernd Gellrich. FOTO: Wiedner-Runo
Korschenbroich. Kleinenbroich bleibt Standort: Angebote werden um Tagespflege, betreutes Wohnen und Kindergarten-Anbau ergänzt. Von Ruth Wiedner-Runo

Das Diakonische Werk Rhein-Kreis Neuss ist in der Stadt Korschenbroich fest verwurzelt. Daran werden auch die Fusionspläne nichts ändern. "Für unsere Senioreneinrichtungen im Holzkamp verändert sich nichts", versichert Diakonie-Vorstand Bernd Gellrich auf Anfrage. "Wir sind mit Haus Tabita und Haus Timon gut aufgestellt", erklärt Einrichtungsleiter Rainer Gerdau. Und damit nicht genug: Jetzt investiert die Diakonie weitere 4,5 Millionen Euro in ambulante Pflege und betreutes Wohnen. Geplant sind 24 Wohnungen und 16 Tagespflegeplätze. Zudem ist eine Seniorenberatung angedacht. "Wir werden auch den Standort des Ambulanten Pflegedienstes von Kaarst-Büttgen nach Kleinenbroich verlegen", sagt Fachbereichsleiter Heribert Lehnacker. "Die internen Vorbereitungen sind angelaufen, dafür muss aber erst der Neubau fertig sein." Laut Zeitplan soll das im Herbst 2018 sein. Jetzt steht erst einmal der offizielle Spatenstich an: Obschon die Baustelle bereits eingerichtet ist, und die Vorarbeiten für die Bodenplatte laufen, will die Diakonie auf den symbolischen Akt nicht verzichten. "Wir treffen uns am 8. August", teilte Gellrich gestern mit.

Und auch in die benachbarte Kindertagesstätte "Im Holzkamp" wird die Diakonie als Träger zeitnah investieren. Erweiterungspläne für den Anbau hat Kita-Leiterin Elke Berzen in der Schreibtischschublade. Bislang werden in der Einrichtung 49 Jungen und Mädchen in zwei Gruppen betreut. "Das ist langfristig zu wenig", weiß Berzen und bezieht sich dabei auf eine Bedarfsermittlung des Kreisjugendamtes. Ziel sei es, das Betreuungsangebot im Holzkamp innerhalb der nächsten zwei Jahre auf 90 Kita-Plätze aufzustocken. Das heißt für die Diakonie: Sie baut an. Wahrscheinlich schon 2018. Den Termin wollte Elke Berzen gestern allerdings noch nicht bestätigen.

Zunächst sorgte die Nachricht "Diakonische Werke im Rhein-Kreis vor Fusion" für Unruhe in Kleinenbroich. Mitarbeiter, Bewohner und Angehörige der Senioreneinrichtungen waren ebenso aufgeschreckt wie Eltern der Kita-Kinder. "Zur Beunruhigung gibt es keinen Grund", beteuert Gellrich auf Anfrage. "Wir müssen schließlich nicht, sondern wir wollen fusionieren. Wir wollen unser vorhandenes Know-how bündeln."

Das Diakonische Werk Neuss und das Diakonische Werk Rhein-Kreis Neuss - letztes ist für Korschenbroich zuständig - sollen zu einem Werk mit mehr als 1000 hauptamtlichen Mitarbeitern zusammengefasst werden. Der Beschluss steht noch aus. Den müssen die Mitgliederversammlungen beider Werke fassen. "Die Abstimmung ist für diesen Herbst plant", sagt Uwe Amelungk. Die eigentliche "Hochzeit" soll voraussichtlich Ende 2018 gefeiert werden.

Quelle: NGZ
 
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