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Korschenbroich
Die Vereine wollen eine zentrale Sportanlage

Korschenbroich: Die Vereine wollen eine zentrale Sportanlage
Land unter: Die Korschenbroicher Sportanlage am Waldstadion hat ein Drainage-Problem. Selbst nach einem Regenschauer fließt das Wasser nicht ab. FOTO: SSV
Korschenbroich. Aktive bemängeln schlechte Zustände ihrer Sportstätten. Der SSV reagiert: Heute wird eine neue Initiative gegründet. Von Ruth Wiedner und Christian Kandzorra

Heute Abend stellt der Stadtsportverband (SSV) Korschenbroich die Weichen für die sportliche Zukunft der Stadt: Der Dachverband will einen Verein gründen, der die Forderung nach einer zukunftsfähigen Sportanlage im Stadtgebiet zügig vorantreibt. Sie soll ab 2020 Leichtathleten und Fußballern gleichermaßen als Trainingsstätte und Wettkampfort dienen.

"Die Zustände im Waldstadion sind katastrophal", spricht SSV-Vorsitzender Dirk Kartarius die Situation vor Ort an. Das Problem sei lange bekannt, aber keiner kümmere sich so richtig, greift Dirk Kartarius sowohl Rat als auch Verwaltung an. Für ihn völlig unverständlich: "Die Stadt Korschenbroich wirbt für sich als attraktive Sportstadt und mit dem Citylauf, verfügt aber über keine wettkampffähige Sportanlage, die den gängigen Standards entspricht." Und genau das will der neue Verein, die KIZS, die Korschenbroicher Initiative Zentrale Sportanlage, ändern.

Die fünf mitgliederstärksten Vereine der Stadt, die Sportfreunde Neersbroich, Teutonia Kleinenbroich, DJK Kleinenbroich, der VfB Korschenbroich und der KLC wollen das angestrebte Projekt einer "Zentralen Sportanlage" gemeinsam mit dem SSV vorantreiben. Mit der heutigen Vereinsgründung wird der erste sichtbare Schritt zurückgelegt. Getagt wird ab 19.30 Uhr im SSV-Schulungsraum Dreifachhalle in Kleinenbroich.

Die Forderung der neuen Initiative: Es soll innerhalb der nächsten fünf Jahre eine "Zentrale Sportanlage" in Korschenbroich oder Kleinenbroich gebaut werden, auf der auch Leichtathleten trainieren können. Gleichzeitig sollen beide Tennenplätze bis zum Jahr 2020 saniert werden.

Die Initiative "Zentrale Sportanlage" soll 2500 Vereinsmitglieder repräsentieren. Der Fußballverein VfB Korschenbroich um seinen Vorsitzenden Günter Adrians hat sich bereits auf die Vereinsarbeit vorbereitet. "Ich hoffe, dass die neue Initiative eine große Schubwirkung hat", sagte der VfB-Chef jetzt bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, in der er den Fußballfreunden das Ziel der Initiative erklärte. Aus seiner Sicht sind viele Sportstätten im Stadtgebiet nicht mehr zeitgemäß - unter anderem auch die große Anlage im Waldstadion. "Der Aschenplatz stammt aus den 1970er Jahren, der Rasenplatz wurde vor dem Zweiten Weltkrieg angelegt", zählt Adrians auf. "Allein beim Rasenplatz steht der Instandhaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen."

Der Grund: Auf dem Naturrasen könnten die Fußballer nur sechs Monate im Jahr trainieren, weil er im Sommer aufwendig instandgesetzt werden müsse und im Winter häufig viel zu rutschig sei. "Seit 20 Jahren hat sich an dieser Situation nichts verändert. Ähnlich ist es beim Aschenplatz. Die Drainagen sind defekt, bei Regen sammelt sich das Wasser auf dem Platz." Im Sommer sei der Boden dann staubtrocken und steinhart. Damit nicht genug: "Viele Fußballer haben sich bei einem Sturz auf den harten Boden schon richtig verletzt." Für den VfB-Chef, der sich auch im neuen Verein engagieren will, sind die Zustände nicht mehr tragbar. "Wir fordern deshalb, dass sich die Politik Gedanken macht, diese Situation für die Sportler ihrer Stadt zu verbessern."

Adrians und viele VfBler sind der Meinung, dass eine Zentrale Sportanlage vor allem im Ortskern Sinn macht, weil schon heute viele Kinder und Jugendliche der benachbarten Andreas-Schule und des Gymnasiums die Sportstätte nutzen.

Quelle: NGZ
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