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Korschenbroich
Die Wengers gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort

Korschenbroich. Heute vor 50 Jahren gaben sich Evi-Marie (78) und Baldur H. (75) Wenger das Ja-Wort. Eine Feier wird es aber nicht geben. Darauf haben die Goldjubilare bewusst verzichtet. "Das strengt meinen Mann zu sehr an", sagt Evi-Marie Wenger offen. Ein Schlaganfall vor sieben Jahren riss den engagierten Sportfunktionär ohne jedwede Vorwarnung aus seinem bisherigen Leben. Wenn er auch alle Neuigkeiten via TV verfolgt, so verbringt er doch die meiste Zeit im Bett.

Kennengelernt haben sich Evi-Marie und Baldur H. Wenger im bayrischen Hindelang, wo beide ihren Skiurlaub verbrachten. Abseits von der Piste, beim abendlichen Tanz trafen sie erstmals zusammen. Seither sind sie ein Paar. Zur Familie gehören Tochter Susanne mit ihrem Ehemann und zwei Endelkinder.

Die Sportszene im Korschenbroicher Stadtgebiet ist mit dem Namen Baldur H. Wenger unzertrennlich verbunden. Der Jubilar, im April 1940 in Rastatt geboren, kam 1976 mit seiner Frau nach Steinhausen. Seine sportliche Heimat hat Wenger beim TV Liedberg. Der gelernte Zahntechniker, der bis zu seiner Pensionierung 2002 mehr als 25 Jahre im Außendienst bei 3M tätig war, wurde 2010 zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Doch nicht nur der TV Liedberg trägt seine Handschrift: Auch der Stadtsportverband Korschenbroich wäre ohne seinen Einsatz nicht so durchgestartet. SSV-Gründer Wenger führte den Dachverband bis 2003 und ist seither auch dort Ehrenvorsitzender. Sein vorbildlicher Einsatz und seine Schaffenskraft wurden durch die Auszeichnung mit der goldenen Verdienstmedaille der Stadt Korschenbroich honoriert.

Aber nicht nur in den Sport investierte er - begleitet von Frau Evi - Stunden seiner Freizeit. Auch die Hermann-Gmeiner-Stiftung ließ ihn nicht unberührt. Über Jahre hinweg unterstützte er Egon Schuh im Vorstand des VfB-SOS Korschenbroich und warb Paten für die Kinderdorf-Kinder.

(-wi)
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