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Korschenbroich
Diskussion über Bürgerservice

Korschenbroich. Opposition setzte sich mit Vorschlag, Außenstellen einzusparen, nicht durch. Von Ruth Wiedner-Runo

Die Verwaltungsnebenstellen in Kleinenbroich an der Ladestraße und Glehn an der Hauptstraße sind der FDP und der Aktive schon lange ein Dorn im Auge. Im Rahmen der Haushaltsberatungen gab's jetzt einen erneuten Vorstoß, diesen Bürgerservice zugunsten der städtischen Finanzen ersatzlos einzusparen. Einen fünfstelligen Betrag will die Opposition mit FDP, Aktive und Bündnisgrünen dadurch erwirtschaften. Doch auch im Dreierpack konnte sich die Opposition im jüngsten Hauptausschuss mit ihrem mehrfach vorgetragenen Sparvorschlag nicht durchsetzen.

"Wir sehen keine Notwendigkeit für die beiden Verwaltungsnebenstellen", machte sich FDP-Fraktionsvorsitzende Hanne Wolf-Kluthausen zum wiederholten Male für die Schließung stark. Als Gründe führte sie die zunehmende Digitalisierung und die bessere Mobilität der Bürger an. "Der Service kann umfassend im Bürgerbüro in Korschenbroich erbracht werden", erklärte Hanne Wolf-Kluthausen und erinnerte in dem Zusammenhang auch daran, dass die Außenstellen im Alten Bahnhof in Kleinenbroich und im Alten Rathaus in Glehn infolge von Elternzeit ohnehin noch bis Sommer 2017 geschlossen seien. Für sie also der ideale Zeitpunkt, auf die Außenstellen dauerhaft zu verzichten und die Wiederbesetzung einer 0,75-Stelle zu streichen. "Wir sollten jetzt konsequent zur Schließung stehen", forderte auch Wolfgang Houben die Ratskooperationen von CDU und SPD auf, das Dauerthema endlich zu beenden. Weiter merkte der Fraktionsvorsitzende der Grünen an: "Wir verzichten bereits seit Wochen auf das stundenweise Angebot in den Außenstellen. Bislang hat das zu keinen großen Problemen geführt."

Für eine kategorische Ablehnung ohne Entscheidungsgrundlage war Thomas Siegers (CDU) nicht zu begeistern. Markus Drohen kündigte daher für die Verwaltung eine Kosten-Nutzen-Rechnung an. Diese werde ohne Beschlussfassung bis zur Mitte kommenden Jahres vorgelegt. Einen Kompromiss, den die SPD nur bedingt mitträgt. Dazu Albert Richter: "Bis zum 30. Juni 2017 werden wir keiner Schließung zustimmen."

Quelle: NGZ
 
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