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Korschenbroich
DRK-Vorsitzender Mittelstädt für drei weitere Jahre wiedergewählt

Korschenbroich. Das Pensum der ehrenamtlichen Einsätze des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes liest sich beachtlich. Im vergangenen Jahr erbrachten 32 Helfer insgesamt 4095 Stunden, um zum Beispiel Blutspenden, Flüchtlingshilfe und Sanitätsdienste zu ermöglichen.

Nicht mitgerechnet ist die Zeit für Ausbildungen, Versammlungen und Büroarbeit. "Wir können stolz sein, dass wir mit gut ausgebildeten Helfern so viele Stunden geleistet haben", betonte stellvertretende Vorsitzende Karin Scheffler zur Ortsversammlung im DRK-Heim. Vorsitzender Dietmar Mittelstädt dankte für die wertvolle Arbeit und betonte die Bedeutung unentgeltlicher Hilfe in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Er wie auch seine Stellvertreter Karin Scheffler und Patrick Gorzelanczyk wurden für drei Jahre wiedergewählt.

Die Jugendarbeit läuft gut. Jugend-Rot-Kreuz-Ortsgruppenleiterin Stephanie Dyckers berichtete von der Ausbildung dreier neuer Sanitäter. Stefan Brings' Bericht zum Jahresabschluss zeigte jedoch, dass die Kasse nur dank einer Sparkassenspende aus dem PS-Ertrag und eines Zuschusses durch den Kreis Grevenbroich ausgeglichen ist. Dabei laufen Sonderausgaben ständig weiter.

In drei Jahresschritten wird die Einsatz-Bekleidung für die 36 aktiven Mitglieder angeschafft - diese kostet pro Person 500 Euro. Die Umstellung auf Digitalfunk ist noch nicht abgeschlossen. "Um ein neues Fahrzeug anzuschaffen, müssen wir an die Substanz gehen", unterstrich Mittelstädt. Er sieht Bedarf, die "wirtschaftliche Situation zu diskutieren", um nicht Gefahr zu laufen, mehr oder weniger 1000 Euro minus pro Jahr zu haben.

Seine Recherchen ergaben, dass andere DRK-Verbände wesentlich höhere Aufwandsentschädigungen einfordern. Für Einsätze bei Veranstaltungen der Stadt erbittet der Ortsverband keine Entschädigung und genießt im Gegenzug Gastrecht im Hallensportzentrum. Doch wenn von Veranstaltern für den zehnstündigen Einsatz von 45 Sanitätern und zehn Küchenhilfen eine Entschädigung von 800 Euro gezahlt werde, reiche dies laut Karin Scheffler kaum für die Verpflegung der Ehrenamtler.

(anw)
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