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Korschenbroich
Ehemalige Biologin hat sich im Ruhestand der Malerei verschrieben

Korschenbroich: Ehemalige Biologin hat sich im Ruhestand der Malerei verschrieben
Die promovierte Biologin Regina Thebud-Lassak malt viele Naturmotive. FOTO: Ilgner
Korschenbroich. Dass Regina Thebud-Lassak jetzt in der Niederrhein-Klinik Niederrheinische Landschaften präsentiert, ist kein Zufall: Die Künstlerin, die in Grevenbroich-Neukirchen lebt, ist promovierte Biologin und hat fast 30 Jahre lang als Marketing-Managerin gearbeitet. Jetzt, im Ruhestand, konzentriert sie sich auf ihre pflanzen- und pilzkundlichen Exkursionen - und auf die Malerei. Von Rudolf Barnholt

Die 63-Jährige hält sich gern und oft in der Natur auf, wo sie lohnende Motive für ihre Malerei findet und diese zunächst mit ihrer Digitalkamera festhält. Unterricht nahm sie unter anderem beim Meerbuscher Künstler Helmut Krüger. Wer glaubt, eine Biologin würde Bilder voller Details malen, wie man sie in alten Biologie-Büchern findet, der irrt: Das große Ganze steht fast immer im Mittelpunkt, wobei es oft auch einen besonderen Blickfang gibt, der das Auge des Betrachters anlockt - meist handelt es sich dabei um einen markanten Baum als Landmarke. "Meine erste Ausstellung hatte ich 2014 in der Meerbuscher Teloy-Mühle", erinnert sich Regina Thebud-Lassak.

Ihre Bilder sollen ein positives Erinnern auslösen. Das gilt besonders dann, wenn sie in Altenheimen zu sehen sind. Die Senioren erinnern sich dann an frühere Spaziergänge. Ihre Motive findet die 63-Jährige immer wieder auch an Rhein und Erft. Und sie stellt sich neuen Herausforderungen: So fotografiert sie in jüngster Zeit schon mal gegen das Licht, macht zum Beispiel eine Herbstzeitlose zur "Hauptdarstellerin" und stellt sich dann der Aufgabe, diese Fotos in Malerei umzusetzen.

Der Aquarellmalerei ist sie zwar bis heute treu geblieben. Aber hin und wieder greift sie in letzter Zeit zusätzlich auch zur Zeichentusche, die sie nach der Aquarellfarbe auf das noch feuchte Papier aufträgt und die ihren Bildern einen leicht veränderten Charakter verleiht. Die Bilder - ganz überwiegend im DIN-A 4-Format - mit Titeln wie "Herbst am Jröne Meerke", "Der Nordkanal im Herbst", "Toter Baum in der Urdenbacher Krämpe" oder "Erftmündung in den Rhein bei Neuss" machen deutlich, dass Regina Thebud-Lassak ihre Motive in der Region findet und dass ihre Bilder hier in die heimischen Wohnzimmer passen, zumal sie nicht die Welt kosten.

Die Ausstellung im Foyer der Niederrhein-Klinik an der Regentenstraße 22 ist noch bis zum 13. Februar zu sehen.

Quelle: NGZ
 
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