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Korschenbroich
Ehrenamtskarte als Zeichen der Anerkennung

Korschenbroich. Bürgermeister Marc Venten bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern mit einer Urkunde. Von Angela Wilms-Adrians

Ohne ehrenamtlichen Einsatz könnten viele wichtige Projekte nicht realisiert werden. Diese Tatsache betonte Bürgermeister Marc Venten, als er im Ratssaal Don-Bosco-Straße die Bürger begrüßte, die im Jahr 2015 als Anerkennung für ihren außergewöhnlich starken Einsatz ohne finanzielle Vergütung eine Ehrenamtskarte erhalten hatten. Nun waren die Helfer eingeladen, sich ein wenig feiern und verwöhnen zu lassen. Die Montagsgruppe des ZWAR-Netzwerkes Korschenbroich hatte ein Büffet vorbereitet.

Urkunden dokumentierten ergänzend zur Ehrenamtskarte die Wertschätzung von Seiten der Stadt Korschenbroich . Die Karte im EC-Kartenformat verhilft zu Rabatten bei gelisteten Einzelhändlern und Veranstaltungsstätten. So versicherte Margret Gruhn vom Korschenbroicher Sanitätshaus "Reha Zentrum", dass Karteninhaber - außer auf Rezepte - beim Einkauf zehn Prozent erhielten. Die Hürden für eine Ehrenamtskarte sind allerdings hoch. "Korschenbroicher Bürger müssen dafür mindestens über einen Zeitraum von zwei Jahren fünf Stunden pro Woche gemeinwohlorientierte Aufgaben ohne jede Aufwandsentschädigung geleistet haben", so Venten.

Als Symbol für kleine Vergünstigungen wiege die Karte diesen Einsatz nicht aus. "Aber sie ist Anerkennung und Wertschätzung für das, was Sie in den letzten zwei Jahren geleistet haben", betonte Venten bei seiner Ansprache. Urkunden erhielten Hubert Renner, Marc Fleet, Theresa Bergstein, André Bender, Raquel Schmitz, Günther Gruhn, Ulf-Roland Fischer, Aljoscha Küster, Horst Ripphahn, René Brockers, Günter Wulf, Gisela Höffkes und Rainer Kühn. Beweggründe und Tätigkeitsfelder bei DLRG, Freiwilliger Feuerwehr, Sport ältere Generation und Strategie Forum sind so verschieden wie die Persönlichkeiten.

Der 21-jährige André Bender ist "mit Leidenschaft" bei der DLRG im Vorstand und als Ausbilder aktiv. Seit mehr als zehn Jahren bringt sich Günter Wulf beim Friedensdorf International ein. "Das Friedensdorf holt Kinder, die in ihrem Zuhause keine Chance hätten, für dringend nötige Operationen nach Deutschland. Diese Kinder kommen ohne Eltern, und wir sind dann Gesprächspartner. Früher habe ich die Kinder im Krankenhaus besucht, doch jetzt kann ich nicht mehr so gut laufen. Daher habe ich eine Gruppe von zehn Betreuerinnen aufgebaut", erzählt Günter Wulf.

Hubert Renner aus Pesch ist seit langem stellvertretender Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Rhein-Kreis Neuss. Seine mittlerweile verstorbene Frau litt an dieser tückischen Krankheit. Nun hilft er aus persönlicher Betroffenheit heraus, indem er Feste für Patienten organisiert und einen monatlichen Gesprächskreis in Korschenbroich aufgebaut hat.

Quelle: NGZ
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