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Korschenbroich
Ein Garten der Erinnerung für den Pescher Friedhof

Korschenbroich. "Wir müssen dem Wunsch der Bürger nachkommen, damit nicht immer mehr Korschenbroicher in den umliegenden Städten bestattet werden", erklärte jetzt Hans-Willi Türks (CDU) im Betriebsausschuss. Geringe Bestattungszahlen bei fixen Kosten bringen den Gebührenhaushalt in eine Schieflage. Auf dem Pescher Friedhof sollen nun zwei pflegearme Bestattungsarten angeboten werden.

Die Pescher CDU hatte im Juni zum Ortstermin eingeladen, rund drei Dutzend Bürger waren damals gekommen. Möglich werden sollen dort Bestattungen unter Bäumen und Urnenbestattungen in einem Hochbeet. Das gesamte Konzept soll aber nicht auf einmal umgesetzt werden. Das wäre zu teuer, zudem möchte man auf den aktuellen Bedarf kurzfristig reagieren können.

Auf einer Grünfläche, die eigentlich als Reservefläche für Erdbestattungen vorgesehen war, soll jetzt ein "Garten der Erinnerung" geschaffen werden. Vier Bäume am Außenrand und eine Sichtschutzhecke sollen für Platzcharakter sorgen. Die Stelle, an dem die Urne beigesetzt wird, soll mit einem Stein mit dem Namen des Verstorbenen gekennzeichnet werden. Die Pflege erfolgt durch die Stadt, Blumenschmuck von Angehörigen ist nicht möglich.

Insgesamt sind in diesem Bereich 90 Grabstätten möglich. Hinzu kommen acht bis zwölf Familienbaumgrabstätten pro Baum. Die Ideen des Technischen Betriebsleiters Thomas Kochs kamen im Ausschuss sehr gut an. Einstimmig beauftragte dieser die Betriebsleitung, die Kosten für die Einrichtung zu ermitteln und die für den Umbau notwendigen Satzungsänderungen vorzubereiten. Auf Wunsch der Politik soll das alles möglichst schnell geschehen.

(barni)
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