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Ein Kikeriki gehört zum Land

Auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung - augenscheinlich. Doch wenn der Hahn des Morgens im Kleingarten an der Rheydter Straße kräht, dann ist es mit der beschaulichen Idylle vorbei, zumindest für einige Nachbarn. Ja, Korschenbroich ist seit 1976 eine Stadt, aber auch ländlich geprägt. Und genau das ist es, was den Charme dieses Städtchens im Rhein-Kreis Neuss ausmacht. Da gehört der Gülle-Traktor, der durch die Straßen fährt, ebenso zum Ortsbild wie der Eiermann mit seinem Lieferwagen, die paradierenden Schützen ebenso wie der Feierabendstau auf der Raitz-von-Frentz-Straße. Und ja, es gibt extreme Befindlichkeiten, wo die Fliege an der Wand und der Hahn im Schrebergarten stören. Dem Insekt kann man mit der Klatsche zu Leibe rücken. Mit dem Hahn geht das nicht. Er gehört samt Hühnern und Gänsen seit 1982 zu einem Gemüsegarten und damit zur Siedlung. Wer Landluft will, bekommt den Hahn als Zugabe! Kikeriki!

ruth.wiedner-runo@rheinische-post.de

Quelle: NGZ
 
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