| 00.00 Uhr

Korschenbroich
Eine Ausstellung zum Glauben in der Stadt

Korschenbroich: Eine Ausstellung zum Glauben in der Stadt
Museumsleiterin Nina Nierwetberg (l.) und Kulturamtsleiterin Michaele Messmann in der Ausstellung "Himmelwärts". FOTO: Jörg Knappe
Korschenbroich. Um den Glauben in Korschenbroich geht es bei der Ausstellung "Himmelwärts" im Kulturbahnhof. Der "vierte König" ist auch dabei. Von Marion Lisken-Pruss

Dass ein vierter König neben den Weisen aus dem Morgenland an einer Krippe steht, das gibt es wohl nur in Korschenbroich. Zu sehen ist er nicht erst zur Weihnachtszeit, sondern schon jetzt im Kulturbahnhof in der Ausstellung "Himmelwärts". Mit seiner aktuellen Schau beteiligt sich der Kulturbahnhof zum dritten Mal an einer gemeinsamen Ausstellungsreihe des Museumsnetzwerks Niederrhein. Das kulturgeschichtliche Netzwerk hat das religiöse Leben an Rhein und Maas zum Thema erhoben und beleuchtet es aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Museumsleiterin Nina Nierwetberg hat den Schwerpunkt auf den Glauben in Korschenbroich gelegt und zeichnet anhand von Fotos und Texten die Geschichte der Gemeinden und ihrer Kirchen nach: Von der Evangelischen Gemeinde in Korschenbroich, die 1953 ein erstes Gotteshaus erbaute; der katholischen Pfarre St. Pankratius in Glehn, deren Geschichte bis ins zwölfte. Jahrhundert zurückreicht und die als einzige Korschenbroicher Gemeinde zum Bistum Köln gehört, von den übrigen Gemeinden, die zur Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) zusammengeschlossen sind und den ehemaligen Synagogen in Alt-Korschenbroich und Glehn. Besonders wichtig war Nina Nierwetberg der lokale Bezug: "Wir möchten aufzeigen, was den Menschen in den einzelnen Pfarreien besonders viel bedeutet", sagte sie. Deshalb hat sie die Pfarreien gebeten, die Texte selber zu verfassen.

Weiterhin präsentiert die Ausstellung Monstranzen, Fahnen und Messgewänder. Und natürlich den vierten König. Bei ihm handelt es sich um eine geschnitzte Holzfigur in grünem Schützenrock und mit Königssilber, die ihre Existenz Dr. Albert Damblon verdankt, der einst als Pfarrer von Herrenshoff und Pesch die Meinung vertrat, dass ein Schützenkönig in Korschenbroich ebenfalls an die Krippen gehöre.

Für Nina Nierwetberg sollte es die letzte Ausstellung sein, die sie als Museumsleiterin im Kulturbahnhof eröffnet hat: Nach fünf Jahren stellt sie sich im Januar nicht mehr zur Wahl, da sie eine Stelle im Kulturamt angenommen hat. "Ein bisschen traurig bin ich schon", sagte sie. Zuvor hatte ihr Barbara Romann, Vorsitzende des Heimatvereins, für ihre Tätigkeit gedankt.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Korschenbroich: Eine Ausstellung zum Glauben in der Stadt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.