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Korschenbroich
Engagiert für den Sportler-Nachwuchs

Korschenbroich: Engagiert für den Sportler-Nachwuchs
Der Sport spielt eine bedeutende Rolle im Leben von Gabi Pullwitt, die auf Landesverbandsebene Dritte über 1.500 Meter war. FOTO: woi
Korschenbroich. Vollblut-Sportlerin Gabi Pullwitt investiert einen Großteil der Freizeit ins Training von Mädchen und jungen Frauen im Leichtathletik-Club. Von Rudolf Barnholt

Sport soll ja im Verein am schönsten sein. Das trifft ganz sicher zu, wenn der Verein gute Trainerinnen und Trainer hat, die sehr viel Herzblut investieren - so wie Gabi Pullwitt. Die 53-Jährige opfert einen Großteil ihrer Freizeit in den Korschenbroicher Leichtathletik-Club. Sie ist dort Trainerin und diese Aufgabe ist für sie sehr erfüllend.

Gabi Pullwitt stammt aus Mönchengladbach. Als Acht- oder Neunjährige - so genau weiß sie das nicht mehr - ging sie in einen Turnverein. Als sich dort eine Leichtathletik-Gruppe bildete, wechselte sie und sollte recht erfolgreich werden: "Auf Landesverbandsebene war ich mal Dritte über 1.500 Meter. Und bei der Leichtathletik Gemeinschaft Mönchengladbach ist der Vereinsrekord, den ich einst aufgestellt habe, immer noch ungebrochen", freut sich die Vollblut-Sportlerin. In Zahlen ausgedrückt: Sie brauchte zwei Minuten und 13,01 Sekunden für die 800 Meter. Der Sport spielt seit Jahren eine bedeutende Rolle in ihrem Leben. Die gelernte Krankenschwester gab ihren Job im Krankenhaus auf, weil er sich mit dem intensiven Training nicht vereinbaren ließ. Seit 13 Jahren arbeitet sie in einer Schiefbahner Arztpraxis. Die Familie ist ebenfalls vom Leichtathletik-Virus infiziert, ihr Mann läuft gern und schnell, die 27-jährige Tochter war bis vor einem Jahr ebenfalls Trainerin, die 24-Jährige ist immer noch aktiv.

Hans-Peter Walter, Geschäftsführer des Korschenbroicher Leichtathletik-Clubs (KLC), hatte Gabi Pullwitt, nachdem sie mit ihrer Familie von Mönchengladbach nach Neersbroich gezogen war, für das Ehrenamt in seinem Verein geworben. "Vor zehn Jahren habe ich den Trainerschein gemacht, aber vorher hatte ich bereits Gruppen mit Kindern betreut", erinnert sich die 53-Jährige. Kann man das schnelle Laufen lernen? Gabi Pullwitt beantwortet diese Frage mit einem klaren "Ja": "Es kommt da auf viele Faktoren an wie zum Beispiel die Körperspannung, die Muskulatur und den raumgreifenden Schritt." Mit Vorschulkindern hatte sie angefangen, aber seit mittlerweile zehn Jahren trainiert sie Mädchen beziehungsweise junge Frauen von elf bis etwa 20 Jahren. "Wir trainieren wöchentlich mindestens drei Mal, vor Wettkämpfen auch vier bis fünf Mal", sagt die Wahl-Neersbroicherin.

Ein Highlight ist die alljährliche Fahrt ins Trainingslager in der ersten Hälfte der Osterferien. Mit dem Bus geht es dann nach Italien, das Lager ist zehn Kilometer vom Badeort Rimini entfernt. Gemeinsam mit ihrer Tochter Yvonne schreibt Gabi Pullwitt im Internet während der Zeit im Trainingslager ein Tagebuch, der Text wird mit jeder Menge Fotos angereichert: "Die Eltern finden diese Idee toll, sie können jeden Abend im Internet sehen, dass es ihren Kindern gut geht." Und der Trainerin geht es mit ihrem zeitaufwändigen Ehrenamt ebenfalls gut.

Jetzt steht die Zeit der Wettkämpfe kurz bevor. Dann kommen zum beinahe täglichen Training die Fahrten zu Orten wie Essen, Aachen oder Dortmund. "An Wettkampftagen sind wir in der Regel von acht bis 20 Uhr unterwegs", sagt Pullwitt. Zuviel wird ihr dieser Einsatz nie und ans Aufhören hat sie noch nie wirklich gedacht. Leider muss sie wegen Kniebeschwerden selber derzeit etwas kürzertreten.

Quelle: NGZ
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