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Korschenbroich
Enger Stundenplan für Beigeordneten

Korschenbroich: Enger Stundenplan für Beigeordneten
Sein Arbeitsplatz ist seit einem Monat im Rathaus Sebastianusstraße: Thomas Dückers fühlt sich als Erster Beigeordneter der Stadt richtig wohl. Der Wahlbeamte schätzt die Themenvielfalt und spricht von einem "warmherzigen Team". FOTO: I. Raupold
Korschenbroich. Für ein neues Arbeitsfeld hat sich Thomas Dückers entschieden: Der Jurist wechselte zum 1. Juli vom Finanzministerium ins Rathaus. "Das war der richtige Schritt", versichert er. Der Neue sprüht vor Tatendrang und Neugierde. Von Ruth Wiedner

Der Raum ist der selbe, die Zimmernummer 212 ist gleich geblieben, und auch die Telefonnummer ist unverändert: Lediglich das Türschild trägt einen anderen Namen. Dort, wo früher Bernd Dieter Schultze zu lesen war, steht seit exakt 31 Tagen: Thomas Dückers. Der Jurist, der aus dem NRW-Finanzministerium zum 1. Juli in die Chefetage des Korschenbroicher Rathauses wechselte, ist angekommen: "Ich fühle mich hier rundum wohl. Das war die richtige Entscheidung, dass ich mich in Korschenbroich auf die Beigeordneten-Stelle beworben habe."

Sein Vorgänger Bernd Dieter Schultze war 30 Jahre als Kämmerer und 22 Jahre als Erster Beigeordneter tätig. Er kannte sich bestens aus, war versiert im Umgang mit dem Bürger und der Politik. Das alles strebt Dückers auch an. Selbstbewusst arbeitet er sich derzeit in die unterschiedlichen Themengebiete ein: frühmorgens Brandschutz, vormittags Wahlvorbereitung, mittags Finanzen und nachmittags Flüchtlinge. So oder ähnlich sehen seine Tage am neuen Arbeitsplatz aus. "Ich bin überrascht, wie vielschichtig eine kommunale Verwaltung arbeitet", sagt Dückers. Dabei sprüht er vor Tatendrang und Neugierde.

Der Arbeitsrhythmus lässt sich noch mit seiner früheren Stelle im NRW-Finanzministerum vergleichen. "Das liegt an den Sommerferien", stellt Dückers ganz realistisch fest. Er weiß, dass sich schon bald sein Terminkalender füllt - auch in den Abendstunden. Durchgestartet wird aus seiner Sicht dann am 18. August, wenn der Hauptausschuss tagt. Für Thomas Dückers "eine Feuertaufe", weil er der Politik den fortgeschriebenen Brandschutzbedarfsplan vorlegen wird. Dass er sich mit der Sitzung auch ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk macht, entlockt ihm lediglich ein verschmitztes Lächeln. Ein weiterer wichtiger Termin ist schon mit dem 27. Oktober notiert. Dann wird der Haushalt im Rat eingebracht. Vordringlich ist für ihn allerdings das Flüchtlingsthema. Er war bereits in der neuen Unterkunft in Neersbroich, in die schon 24 Bewohner eingezogen sind. Er studiert alle Notfallpläne und sucht den Kontakt zu Ehrenamtlern. "Ohne ihre Hilfe würden wir das Flüchtlingsthema als Stadt kaum gestemmt bekommen", sagt er dankbar.

Sein Büro ist frisch geweißelt. Dass für ihn auch noch neue Büromöbel angeschafft wurden, ist ihm fast peinlich. "Man hat mir im Vorfeld dazu geraten", fügt Thomas Dückers im Gespräch fast schuldbewusst hinzu.

Zu seinem neuen Team gehören gut 45 Mitarbeiter. Fast allen hat der Neue bereits am ersten Arbeitstag die Hand geschüttelt. "Herr Dick war so freundlich und hat mich überall herumgeführt und vorgestellt. Wer nicht im Urlaub war, den habe ich persönlich begrüßt."

Quelle: NGZ
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