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Korschenbroich
Fahrroute für Winterdienst wird verkürzt

Korschenbroich: Fahrroute für Winterdienst wird verkürzt
Der Winterdienst in der Stadt Korschenbroich wird künftig abgespeckt: Die Fahrroute wird von bisher 73 auf jetzt 55 Kilometer verkürzt. Das hat der Gemeinsame Betriebsausschuss jetzt einstimmig beschlossen. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Korschenbroich. Bei Glatteis und Schneefall sind die Mitarbeiter der Stadtpflege gefragt. Bislang fielen 73 Kilometer in ihre Zuständigkeit. Um Kosten zu sparen, wird die Route jetzt um 18 Kilometer gekürzt. Das hat der Betriebsausschuss so beschlossen. Von Ruth Wiedner-Runo

Mit Winterbeginn ändert sich die Fahrroute für den Straßenwinterdienst im Korschenbroicher Stadtgebiet. Das haben die Mitglieder des Gemeinsamen Betriebsausschusses jetzt einstimmig beschlossen. Die Mitarbeiter der Stadtpflege sind dann nicht mehr für 73 sondern nur noch für 55 Kilometer zuständig. Der Hauptausschuss wurde in seiner November-Sitzung im Rahmen der Haushaltsberatungen auf Anregung von Grüne, Aktiv und FDP mit dieser Prüfung betraut. Jetzt stellte Stadtpflege-Chef Thomas Kochs die verkürzten Fahrrouten vor.

Unter anderem wird künftig bei der Neuordnung in Anliegerstraßen, in Gewerbegebieten und an Sportplätzen auf den Schnee- und Räumdienst verzichtet. Dabei stützt sich die Stadtpflege auf die Reinigungspflicht gemäß der Straßenreinigungssatzung. "Damit wird der Gleichheitsgrundsatz umgesetzt", erklärte Kochs weiter. In der Vergangenheit wurden auch einige Bereiche in der Fahrstrecke berücksichtig, die nicht in die Kategorie Ortsdurchfahrt fielen.

Demnach wird die Fahrroute jetzt um 18 Kilometer verkürzt. "Durch die Reduzierung des Aufwandes werden auch die Verbrauchskosten für Salz und Benzin sinken", fasste der Technische Betriebsleiter des Städtischen Eigenbetriebes, die Einsparungen von etwa 25 Prozent zusammen.

Obschon Ulrich Afflerbach (SPD) dem Beschuss zustimmte, fragte er kritisch an: "Und wie werden die Bürger jetzt über die Veränderung informiert?" Thomas Kochs verwies auf die Internetseite der Stadt: "Dort werden alle Fahrrouten hinterlegt." Zudem erklärt er: "Der Winterdienst erfolgt nun einheitlich gemäß der Straßenreinigungssatzung auf den Ortsdurchfahrten der klassifizierten Straßen, auf Straßen mit hoher innerörtlicher Bedeutung und auf Strecken mit Linienbus-Verkehr. Strecken, die keine verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen sind, haben wir aus dem Winterdienstplan herausgenommen."

Zudem merkte Kochs an, dass eines der beiden Streufahrzeuge dringend ersetzt werden müsse. Das soll durch die Anschaffung eines sogenannten "Kommunal-Fahrzeuges" geschehen. Es kann, anders als das bisherige Fahrzeug, das ausschließlich für den Winterdienst eingesetzt wird, ganzjährig auch für andere Tätigkeiten verwendet werden. Als Beispiele nennt Kochs etwa das Saugen von Laub auf den Friedhofswegen, die Bewässerung der Grünanlagen oder den Transport von Material wie Sand für Spielplätze.

Quelle: NGZ
 
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