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Korschenbroich
Familienzentrum jetzt mit Zweigstelle

Korschenbroich: Familienzentrum jetzt mit Zweigstelle
Das Familienzentrum Josef-Thory-Straße wird erweitert und schafft eine Dependance an der Hochstraße: Dort herrscht seit sechs Tagen wieder reges Treiben. Barbara Antony-Wildschütz und Katrin Leuker (2.v. r.) mit den Kindern. FOTO: I. Raupold
Korschenbroich. Das gelb-weiße Haus an der Hochstraße beheimatet seit mehr als 25 Jahren Kindergruppen - zuerst für die Stadt, dann für die Diakonie, zuletzt für die Lebenshilfe. Jetzt wurde aus dem Provisorium eine Dependance des Familienzentrums. Von Ruth Wiedner-Runo

Schon in der Hauseinfahrt zur Hochstraße 48 sind laute Kinderstimmen und das Lachen fröhlicher Jungen und Mädchen zu hören. Die Zeit der Stille und die der Handwerker ist Vergangenheit. Im sogenannten "Fuchsbau" herrscht reges Treiben. Seit wenigen Tagen geben an der Hochstraße wieder Kinder den Ton an. Die neue Kita-Gruppe gehört zum Städtischen Familienzentrum Josef-Thory-Straße. "Dort ist ein Anbau vorgesehen", spricht Bürgermeister Marc Venten neuere Kindergarten-Planungen an. Für die Übergangszeit - voraussichtlich bis Herbst 2018 - wurde die städtische Immobilie zur Dependance hergerichtet.

Um mit der nun fünften Kita-Gruppe des "Inklusiven Familienzentrums" durchstarten zu können, musste die Stadt 12.000 Euro für Grundreinigung und Sanierung der städtischen Immobilie hinblättern. Der geplante Anbau am Hauptsitz Josef-Thory-Straße wird hingegen mit 500.000 Euro kalkuliert.

Für Bürgermeister Marc Venten ist es wie ein Geschenk, dass die Stadt "immer noch" über das Haus Hochstraße verfügen kann. Vor gut sechs Jahren war es als Abrissobjekt im Gespräch, um Platz für einen dringend erforderlichen Feuerwehr-Neubau zu schaffen. Während sich die Feuerwehr-Pläne längst verändert haben und der Neubau nun im "Holzkamp" errichtet werden soll, wurde die Hochstraße 48 immer wieder als Kindertagesstätte genutzt. Auf die Stadt folgte die Diakonie und zuletzt die Lebenshilfe.

Kita-Leiterin Barbara Antony-Wildschütz brauchte keine Bedenkzeit, als Amtsleiterin Michaele Messmann mit ihrem Anliegen bei ihr vorsprach. "Ich habe einmal tief Luft geholt und der Dependance zugestimmt", sagt Antony-Wildschütz. Ihr Fußweg zur neuen Zweigstelle beträgt gerade mal fünf Minuten. "Das ist kein Problem", versichert die engagierte Leiterin. Auch wenn die Verantwortung mit nun fünf Gruppen, 100 Kindern und 22 Mitarbeiterinnen wächst, weiß Barbara Antony-Wildschütz doch ganz genau: "Ich habe ein engagiertes, motiviertes und kreatives Team." Da lässt sie keine Zweifel zu und betont energisch: "Wir schaffen das."

Davon ist nicht nur Bürgermeister Venten überzeugt. Auch Kreisjugendamtsleiter Marion Klein ist voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit der Stadt Korschenbroich: "Die Kooperation mit der Verwaltung ist äußerst flexibel und kreativ, nur so können solche guten Lösungen gelingen", versichert Marion Klein, schließlich werden aktuell im Stadtgebiet 1050 Kinder in 53 Gruppen verteilt auf 16 Einrichtungen betreut.

Der Bedarf ist damit aber längst nicht gedeckt. Neben der Erweiterung Josef-Thory-Straße plant die Stadt einen Kita-Neubau im künftigen Wohngebiet "An der Niersaue", zudem hat die Diakonie die Option, ihren Kindergarten im Holzkamp aufzustocken. Was dann kommt, wollte gestern niemand prognostizieren. Nur so viel merkte Klein an: "Große Reserven haben wir nicht."

Quelle: NGZ
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