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Korschenbroich
Feuerwehr und Spezialisten acht Stunden im Ölspur-Einsatz

Korschenbroich. Insgesamt acht Stunden dauerte die große Reinemach-Aktion am Sonntag in der Korschenbroicher City: Der historische Ortskern musste ab 10 Uhr komplett gesperrt werden, nachdem bei einer Kehrmaschine die Hydraulikleitung geplatzt war. Das ausgelaufene Öl stellte sowohl die Feuerwehr als auch die Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Viersen vor eine außergewöhnliche Herausforderung.

Zunächst sorgte die Korschenbroicher Feuerwehr für Schadensbegrenzung: 140 Sack Bindemittel wurden auf den Straßen großflächig verteilt. Als das Kopfsteinpflaster am späten Mittag immer noch glatt wie Schmierseife war, entschied Feuerwehr-Chef Frank Baum, die Spezialfirma Bröker aus Viersen einzuschalten, die dann durchgängig bis 18 Uhr mit der Straßenreinigung beschäftigt war. "Das war sicher der größte Ölspur-Einsatz in den letzten Jahrzehnten", zog Baum gestern eine erste Bilanz. Zu den Kosten konnte er noch nichts sagen, meinte aber: "Das wird nicht preiswert." Dabei spielt die Kostenauflistung der Stadt Korschenbroich sicherlich die kleinste Rolle. Hier werden die Bindemittel, die laut Baum mit Katzenstreu vergleichbar sind, mit 1470 Euro berechnet. Für den aufwendigen Arbeitseinsatz der Wehrleute wird Baum keine 200 Euro in Rechnung stellen: "Eine Stunde kann ich leider nur mit 1,07 Euro abrechnen. Aber dafür wird die Rechnung der Firma Bröker richtig teuer." Für die Kosten kommt der Gladbacher Entsorger GEM auf.

Die GEM hatte den Auftrag entgegengenommen, den Ortskern und das Festzelt nach dem Oktoberfest der beiden Bruderschaften bis Sonntagvormittag zu säubern. "Dass bei der Kehrmaschine die Hydraulikleitung platzte, konnte keiner ahnen", so Baum. In diesem Jahr musste die Feuerwehr 52 Ölspuren mit Bindemittel abdecken, im Vorjahr waren es 77 Einsätze.

(-wi)
 
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