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Kleinenbroich
Flüchtlinge knüpfen Kontakte beim Familienfest

Kleinenbroich. Einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisteten am Samstag ehrenamtlich engagierte Bürger aus Kleinenbroich. Auf dem Platz vor dem Domizil des Vereins "Aktion Freizeit Behinderter" feierten sie ein Familienfest mit den 63 Flüchtlingen, die in den Wohnheimen des Stadtteils untergekommen sind. Von Christian Kandzorra

Das Ziel: Die Flüchtlinge sollen die Ehrenamtler kennenlernen, untereinander ins Gespräch kommen und soziale Kontakte knüpfen. "Außerdem ist es wichtig, dass die Asylbewerber auch mal aus ihren Wohnheimen herauskommen ", sagte die stellvertretende Sozialamts-Leiterin Petra Köhnen.

Die Stadt unterstützt die Ehrenamtler in den einzelnen Stadtteilen. "Es ist sehr wichtig, dass die Asylbewerber wissen, an wen sie sich in ihrem Ort wenden können. Deshalb planen wir Familienfeste auch an anderen Orten", erzählte Petra Köhnen. Hinter ihr stand am Samstag ein 20-köpfiges Organisations-Team, das selbst gebackenen Kuchen, Getränke und andere Dinge mitgebracht hatte. "Auch der Verein ,Aktion Freizeit Behinderter' unterstützt uns und hat zum Beispiel eine Hüpfburg bereitgestellt", sagte sie. Darüber freuten sich die Kinder der Flüchtlings-Familien und tobten sich richtig aus. Sie machten einen unbeschwerten Eindruck, konnten den Alltag und ihre oft schrecklichen Erlebnisse zumindest für ein paar Stunden vergessen.

Vielen Asylbewerbern sprach der 42-jährige Kahled beim Fest aus der Seele. Er lebt schon seit acht Jahren in Korschenbroich, flüchtete damals aus Algerien. "Das Fest ist eine gute Abwechslung zum normalen Alltag", sagte er.

Heinz-Josef Dackweiler und Hans-Joachim Engelbrecht vom ADFC, der den Flüchtlingen bereits rund 40 Räder zur Verfügung stellte, bauten einen Fahrrad-Parcours auf, bei dem es darum ging, das Gleichgewicht zu halten.

Quelle: NGZ
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