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Korschenbroich
Flugmodell-Verein feiert sein 40-jähriges Bestehen

Korschenbroich. Die Mitglieder planen für Mitte März eine Ausstellung in der Mehrzweckhalle. Im Fokus steht die Nachwuchsförderung.

Viele Vereine im Stadtgebiet kämpfen um ihr Bestehen, weil ihre Mitglieder immer älter werden. Der Flugmodell-Sportverein (FMSV) Kleinenbroich hingegen kennt Nachwuchs-Probleme überhaupt nicht. "Unser Verein ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Inzwischen zählen wir 149 Mitglieder bei den Erwachsenen und 26 in unserer Kinder- und Jugendabteilung", sagt Vorsitzender Kay Matthiesen. Sein Verein feiert jetzt sein 40-jähriges Bestehen und nimmt das zum Anlass, bei einer Flugmodell-Ausstellung am 12. und 13. März in der Mehrzweckhalle genauer über die Vereinsaktivitäten und das Hobby "Modellflug" zu informieren.

Ein Flugtag auf der Wiese an der Kreisstraße 4 zwischen Kleinenbroich und Glehn bietet sich nicht an. "Unser Verein wurde am 2. März 1976 offiziell als Verein eingetragen. Wir wollen auch im Geburtstags-Monat feiern - und da ist es draußen schlichtweg noch zu nass", erklärt der 47-Jährige. Deshalb wollen die Vereinsmitglieder ihre Segler, Motorflieger, Jets und Hubschrauber im Miniaturformat in der Mehrzweckhalle ausstellen und den Bürgern bei Fragen zur Seite stehen. "Ich gehe davon aus, dass auch Modelle mit einer Tragflächen-Spannweite von bis zu vier Metern zu sehen sein werden", kündigt Kay Matthiesen an. Rund 80 Modelle sollen insgesamt ausgestellt werden.

Die meisten der kleinen Flieger bestehen heute aus Materialien wie Glasfaser- oder Kohlefaserkunststoff. "Als sich unser Verein 1976 gründete, waren die meisten Modelle noch aus Holz gebaut und mit sehr simplen Fernsteuerungen ausgestattet", erzählt der Vereinschef.

Damals starteten alle Aktionen mit gerade einmal elf Mitgliedern auf einer Wiese gegenüber des heutigen Flugplatzes an der Kreisstraße. Drei Gründungsmitglieder sind heute noch dabei: Mariengret Tillmanns, Franz-Josef Tillmanns und Hubertus Kannen.

Die Modellflug-Sportler reizt in erster Linie die technische Herausforderung. "Die Modelle entwickeln sich immer weiter. Es ist ein tolles Gefühl, einen Flieger zu bauen, der sich später tatsächlich in der Luft hält und fliegt", erzählt Matthiesen. Bei der Konstruktion und beim Fliegen sei Fingerspitzengefühl gefragt - denn bei einem Absturz kann in einer Sekunde aus einem teuren Modell ein Haufen Holz werden.

Der FMSV Kleinenbroich legt weiterhin großen Wert auf die Nachwuchsförderung. "Anders als bei den Erwachsenen haben wir bei den Kindern und Jugendlichen keine Aufnahmegrenze. Inzwischen treffen sich 26 Kinder jeden Samstag ab 10 Uhr in unserem Werkraum in der Realschule an der Pestalozzistraße und tüfteln gemeinsam mit unseren Jugend-Betreuern Günter Holzenhauer und Uwe Gelhaar an ihren Modellen", erzählt Kay Matthiesen.

Die Ausstellung in der Mehrzweckhalle soll am Samstag, 12. März, 10 Uhr, eröffnet werden. Der Eintritt ist frei.

(cka)
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