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Korschenbroich
Franzose gewinnt beim neunten Schloss-Dyck-Lauf

Korschenbroich. Der 18-jährige Maxime Bovin aus Jüchens Partnerstadt Leers sprintet beim 10-Kilometer-Lauf als Erster durchs Ziel.

Dyck (cka) Mächtig was los war am Sonntag bei der neunten Auflage des beliebten Schloss-Dyck-Laufs. Insgesamt 453 Läufer gingen dort an den Start und liefen bis zu zehn Kilometer auf einer Rundstrecke, die durch die Schlossanlage, den Park und über umliegende Feldwege führte.

Mit dabei waren auch neun Mitglieder eines Jogging-Vereins aus der rund 320 Kilometer entfernten französischen Stadt Leers, mit der die Gemeinde Jüchen seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft pflegt. Beim Zehn-Kilometer-Lauf schaffte es der erst 18 Jahre alte Maxime Bovin aus Leers auf Platz 1. Er hat lediglich 37 Minuten und zwei Sekunden für die Strecke gebraucht - und zeigte sich nach der Siegerehrung nicht ohne Grund sehr stolz.

"Die Strecke gefällt uns sehr gut, weil sie durchs Grüne führt", sagt David Marechal (52), Vorsitzender des Vereins "Jog' Leers", der am Tag zuvor nach Jüchen reiste und in der Dreifachsporthalle an der Stadion-straße übernachtete. Die Organisation vor Ort übernahm das Jüchener Partnerschaftskomitee um ihren Vorsitzenden Wilfried Unrein (72), der großen Wert darauf legt, die Partnerschaft nicht nur auf das Komitee auf französischer Seite zu beschränken. "Wir laden immer wieder auch verschiedene Vereine aus unserer Partnerstadt ein", sagt der Jüchener.

Was bei den Franzosen gut ankam, kam auch bei den deutschen Teilnehmern gut an: "Viele schätzen vor allem die Tulpen, die jetzt in voller Blüte stehen", berichtet Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck. Er organisierte den Lauf im Vorfeld gemeinsam mit seinem Kollegen Nils Gerards und sprach am Mittag von "idealen Wetterverhältnissen" für den beliebten Schloss-Dyck-Lauf und zeigte sich mit den Teilnehmerzahlen sehr zufrieden.

Eine Besonderheit: Der Erlös aus der gastronomischen Versorgung und dem T-Shirt-Verkauf gehen komplett an den Glehner Verein "Kinder- und Familienhilfe Namibia". Wenn die Veranstaltungskosten gedeckt sind, sollen auch überschüssige Gelder aus den Startgebühren an den Verein gehen, der sich in dem von Armut gezeichneten afrikanischen Land engagiert. Und die Leerser? "Wir werden wiederkommen", ist sich Hobby-Jogger David Marechal sicher, der bereits zum fünften Mal in Jüchen war.

Quelle: RP
 
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