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Korschenbroich
Frische Ideen fürs Heimatmuseum

Korschenbroich: Frische Ideen fürs Heimatmuseum
Museumsleiter Robert Jordan (l.) und Wolfgang Kremer von den Oldtimerfreunden planen für Ende Januar eine gemeinsame Ausstellung. "Von der Freude, sich (mechanisch) zu bewegen", wird der Titel lauten. FOTO: Lothar Berns
Korschenbroich. Die Heimatfreunde Glehn wollen mit ihrem Museum 2016 neue Zielgruppen ansprechen - unter anderem jüngere Glehner. Neben Ausstellungen sind in diesem Jahr drei Aktionstage im Sommer geplant. Von Carsten Sommerfeld

Die Glehner sollen mit ihrem Smartphone kurze Filme von ihrem Ort machen - von dem, was sie mit dem Ort verbindet. Das ist eines von mehreren Projekten, die Robert Jordan, Leiter des Heimatmuseums im Alten Rathaus, in diesem Jahr plant. Neu sind die Sommer-Aktionstage, mit denen er für mehr Abwechslung im Museum sorgen will. Zudem sollen, etwa mit den Smartphone-Clips, auch neue und jüngere Zielgruppen gewonnen und die Museumsbesucher aktiv einbezogen werden.

Im vergangenen Jahr hatte das Museum der Heimatfreunde Glehn ein neues Konzept erhalten. In den Räumen wurde kräftig aufgeräumt und umstrukturiert. So manches Exponat verschwand, gezeigt wird nur noch, was einen Zusammenhang mit dem Ort hat. Ausstellungen soll es auch zu aktuellen Glehner Themen geben. Nach einem dreiviertel Jahr zieht Robert Jordan eine positive Bilanz. "Das Interesse ist gestiegen. An den Öffnungstagen am letzten Sonntag im Monat kommen bis zu 60 Besucher ins Museum."

Fürs zweite Jahr nach der Neukonzeption sind neben den längeren Ausstellungen auch kürzere Aktionstage im Sommer geplant, das soll weiteres Leben in die Räume bringen. Am 29. Mai öffnet das Museum zum Verkaufsbasar. "Nach der Neustrukturierung stehen drei Räume voll mit Kisten mit Exponaten, die erhaltenswert sind, aber keinen Bezug zu Glehn haben", erläutert Jordan. Von alten Krügen bis zum Fleischwolf können die Besucher beim Basar alles Mögliche erstehen. Nicht mehr benötigte Leihgaben wurden natürlich an ihre Besitzer zurückgegeben.

Am 26. Juni soll die älteste Glehnerin einen Namen erhalten. Seit November werden im Museum die Scherben einer rund 2500 Jahre alten Urne gezeigt, in der damals eine etwa 54 Jahre alte Frau beerdigt wurde. Im April will das Museum dazu aufrufen, Namen für sie vorzuschlagen. Im Mai und Juni sollen die Bewohner dann die Smartphone-Clips vom Ort machen, die Ergebnisse werden beim Aktionstag "Glehn im Clip" am 28. August präsentiert.

Neben den kürzeren Aktionen sind zwei Ausstellungen geplant. Am Sonntag, 31. Januar, wird die Ausstellung "Von der Freude, sich (mechanisch) zu bewegen" mit den Oldtimer-Freunden Glehn eröffnet. Sie war ursprünglich bereits für 2015 geplant, musste aber verschoben werden. Die Oldtimerfreunde werden einen Überblick über die Mobilität vergangener Jahrzehnte, unter anderem in der Wirtschaftswunderzeit, geben. Alte Autos passen zwar nicht in die Museumsräume, wohl aber historische Fahrräder, Plakate, Blechschilder und mehr.

Mit dem Thema Verkehr hat auch die Ausstellung "Miniaturwelten" zu tun, die ab dem 25. September zu sehen ist. Mehrere Glehner zeigen dann ihr Hobby - Modelleisenbahnen und Auto-Rennbahnen sollen im Herbst im Museum die Besucher anlocken.

Quelle: NGZ
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