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Korschenbroich
Für die Schützen ist schon Weihnachten

Korschenbroich: Für die Schützen ist schon Weihnachten
Königlicher Besuch aus Rheindahlen in der "Schützen-Feste Dicker Turm", in der am 3. Mai eine Ausstellung zu sehen ist. FOTO: O.N.
Korschenbroich. Bei Ausstellung in der "Schützen-Feste Dicker Turm" ist auch die Neusser Schützenkrippe zu sehen.

Gladbachs Schützen stehen am kommenden Sonntag, 3. Mai, an der Weihnachtskrippe stramm! Dabei haben sich die Bruderschaften keinesfalls in der Jahreszeit geirrt. Vielmehr ist die Krippe Teil einer besonderen Ausstellung in der "Schützen-Feste Dicker Turm", mit der die Festzeit des Sommerbrauchtums eröffnet wird.

Zum öffentlichen Schützen-Treff am stattlichen Rundling in der Gladbacher Altstadt zeigen die Oberarchivare Klaus Cörstges und Willi Kempers im Turmzimmer die Neusser Schützenkrippe, die Dr. Britta Spies vom Rheinischen Schützenmuseum ausgeliehen hat.

Die Leihgabe war wohl auch deshalb möglich, weil Gladbachs Schützenchef Horst Thoren für die Brauchtumskrippe einen der drei (Schützen-)Könige gestiftet hat. An der Krippe, im vorigen Jahr erstmals in der Weihnachtszeit in Neuss zu sehen, haben nämlich Schützenfiguren die Rolle der Hirten und Weisen übernommen.

Während die Besucher (ab 11 Uhr) den Turm von außen bestaunen und von innen erkunden können, zapfen die gastgebenden Schützen auf dem Platz an der Feste Altbier an und laden zum "Königstreffen" ein. Denn das Turm-Fest (mit sehenswerter Schützenausstellung hinter den dicken Mauern) ist traditionell Auftakt für die Schützen-Fest-Zeit und erste Gelegenheit für die Majestäten aus Stadt und Land, sich in voller Pracht (in Uniform, mit Orden und Ehrenzeichen) in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Königsfoto, zu dem auch Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners sein Kommen angesagt hat, wird um 12 Uhr "geschossen" und ist als Dokumentation lebendiger bruderschaftlicher Tradition gedacht.

Im Turm zeigt der gastgebende Bruderrat neben der Schützenkrippe Schönes und Wertvolles aus dem Silberschatz der Bruderschaften, historische Bilder und Urkunden und natürlich Dokumente aus der Turmgeschichte, die die Archivare Klaus Cörstges und Willi Kempers zusammengetragen hat.

Die Erkundung des Turm - der Aufstieg ins hohe Turmzimmer oder der Abstieg in die dunklen Kellergewölbe - ist nicht nur für Kinder spannend, denen Geschichten aus der Turmhistorie, von Kerker und dunklen Gesellen versprochen wird. Daneben gibt es zahlreiche Schützengäste - unter anderem aus den Niederlanden - die sich und ihre Tradition vorstellen.

Der Bruderrat will mit seinem "Tag der offenen Tür" am nächsten Sonntag, 3. Mai, von 11 bis 17 Uhr Brauchtum begreifbar machen und für das "NRW-Kulturerbe Schützenwesen" in seiner historischen Dimension, kulturellen Vielfalt und gesellschaftlichen Bedeutung werben. Gäste sind herzlich willkommen, die mit den versammelten Schützen, plaudern, anstoßen und feiern wollen und dabei Turm- und Schützengeschichte kennenlernen können.

Quelle: NGZ
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