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Korschenbroich
Fußballer spielen bald auf Kunstrasen

Korschenbroich: Fußballer spielen bald auf Kunstrasen
Bald ist Schluss für die Sportfreunde Neersbroich mit der ewigen Pflege und dem matschigen Untergrund: Vereins-Chef Peter Baukloh (l.) und Geschäftsführer Thomas Scheulen warten auf die Bagger. Die rollen übernächste Woche an. FOTO: Knappe
Korschenbroich. Die Sportfreunde Neersbroich erhalten nach acht Jahren endlich einen Kunstrasenplatz. Dafür weicht das alte Gras-Spielfeld an der Bruchstraße. Die Kosten: mehr als 400 000 Euro. Bereits übernächste Woche rollen die Bagger an. Von Christian Kandzorra

Was lange währt, wird endlich gut. Ein abgegriffenes Sprichwort - aber eins, das perfekt passt. Schließlich steht der Kunstrasenplatz schon ganze acht Jahre auf der Wunschliste der Neersbroicher Sportfreunde. Viele der rund 450 aktiven Fußballspieler hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Doch: In den vergangenen Wochen kam wieder mächtig Bewegung in die Sache. Und seit Montagabend ist es offiziell: Die Sportfreunde bekommen einen Kunstrasenplatz.

Für den 100 mal 60 Meter großen Fußballplatz wird die alte Grasfläche neben dem Clubhaus des Vereins an der Bruchstraße weichen. Der Startschuss für die Bauarbeiten soll bereits übernächste Woche fallen. Der Vorstand des Vereins wird in diesen Tagen ein Bauunternehmen beauftragen. "Ich gehe davon aus, dass der Kunstrasenplatz bis Mitte Oktober fertig wird", sagt Vereins-Chef Peter Baukloh.

Der 71-Jährige freut sich sehr, dass das Projekt Kunstrasenplatz jetzt endlich realisiert wird. "Denn wenn es geregnet hat, ist das Spielen auf dem normalen Rasen kaum möglich. Der Untergrund ist rutschig wie Schmierseife. Und der Rasen geht kaputt", berichtet Peter Baukloh. Auf dem pflegeleichten Platz mit Rasen aus grünen Kunststoff-Fasern könnten die Fußballer künftig das ganze Jahr über spielen - außer bei Schnee und Eis.

Bereits Anfang vergangener Woche hatte die Sparkasse ein Darlehen zur Finanzierung des neuen Kunstrasenplatzes zugesagt. Der Kostenpunkt: 400 000 Euro plus Steuern. Die nächsten acht Jahre wird die Stadt Korschenbroich insgesamt 80 000 Euro aus Mitteln der Landes-Sportpauschale zum Bau des Kunstrasenplatzes beisteuern. "Wir freuen uns, die Sportfreunde auch mit Blick auf ihr soziales Engagement unterstützen zu können", betont Erster Beigeordneter Thomas Dückers.

Doch den größten Teil der Kosten muss der Verein selbst tragen. So werden die Sportfreunde einen Teil Eigenkapital dazulegen und das Darlehen der Bank über einen Zeitraum von 20 Jahren tilgen. Dafür mussten die Mitgliedsbeiträge bei den Senioren um je 40 Euro monatlich sowie bei Kindern und Jugendlichen um je 21 Euro jährlich erhöht werden. "Das ist die größte Investition in unserer Vereinsgeschichte", sagt Peter Baukloh. Er hat mit seinen Vorstands-Kollegen in den vergangenen Monaten dutzende Angebote gewälzt. Immer wieder habe es Verzögerungen gegeben, weil verschiedene Finanzierungsfragen geklärt werden mussten.

Jetzt ist alles unter Dach und Fach, im August sollen die ersten Bagger anrollen und die Rasenschicht am Sportplatz Bruchstraße abtragen. "Wichtig ist, dass die Bauarbeiten bis zum Spätsommer weitgehend abgeschlossen sind, da wir sonst wetterbedingt mit neuen Verzögerungen rechnen müssen", erklärt Peter Baukloh. Die Fußballspieler weichen in der Bauzeit auf das zweite Spielfeld der Sportfreunde und auf umliegende Plätze aus.

Quelle: NGZ
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