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Korschenbroich
Gewerbegebiet "Glehner Heide" bald ausverkauft

Korschenbroich. "Es rappelt ganz ordentlich." So kurz und bündig beschreibt Korschenbroichs Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem die aktuelle Verkaufssituation im letzten Gewerbegebiet der Stadt, in deme es noch freie Flächen gibt. Die "Glehner Heide" boomt, auch wegen der günstigen Zinssituation sind Grundstücke derzeit stark gefragt. Jetzt hat die Stadt erneut zwei Areale verkauft.

Wie Stefanie Bössem im Wirtschaftsförderungsausschuss erläuterte, gehen jetzt 1122 Quadratmeter an die Kaarster Firma "Reinders", die sich auf Bautrocknung spezialisiert hat. Weitere 3121 Quadratmeter hat das Neusser Druckluft-Unternehmen "dbt" gekauft. Darüber hinaus sollen in den nächsten Tagen zusätzlich vier Verträge mit anderen Interessenten geschlossen werden. "Dabei geht es zusammengerechnet um eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern", erklärte Bössem. Die Wirtschaftsförderin spricht zurecht von einer "positiven Entwicklung", denn inzwischen sind mehr als 21.000 Quadratmeter des Gewerbegebiets durch elf Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen belegt. Sie beschäftigen insgesamt 84 Menschen. Durch die neuen Verkaufsaktivitäten der Stadt könnten bald weitere 50 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Wenn die jüngsten Verträge geschlossen sind, bleiben noch rund 20.000 Quadratmeter in der "Glehner Heide" übrig. "Etwa 10.000 sind bereits reserviert. Bei manchen Grundstücken haben wir teilweise zwei oder drei Interessenten", berichtete Stefanie Bössem im Fachausschuss. Falls einer abspringe, gebe es also für die Hälfte aller verbliebenen Grundstücke alternative Interessenten. "Gefragt sind zurzeit vor allem kleinere Grundstücke in der Größe zwischen 1000 und 2000 Quadratmetern", erzählte die Wirtschaftsförderin.

Doch es gibt ein Problem: Die "Glehner Heide" ist das letzte Gewerbegebiet der Stadt. "Wir kommen also bald an einen Punkt, an dem wir Interessenten keine Flächen mehr anbieten können", sagte Stefanie Bössem.

Für Unternehmen wird es also wie zuletzt in den Jahren 2011 und 2012 eng in Korschenbroich. Das ruft jetzt die Politik auf den Plan. So betonte Peter Holzenleuchter von der CDU-Fraktion: "Wir müssen dringend neue Vorstöße unternehmen und uns schwerpunktmäßig in der nächsten Zeit mit dem Problem auseinandersetzen." Wo neue Gewerbeflächen in der Stadt entstehen könnten, ist noch offen. In der Diskussion befindet sich unter anderem ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Mönchengladbach.

(cka)
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