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Korschenbroich
Glehner Alt-Bürgermeister wird 90 und spendet ein Friedhofskreuz

Korschenbroich. Ein Urgestein wird 90 Jahre: Alt-Bürgermeister Günter Wappenschmidt feiert am Montag im Kreise seiner Familie seinen runden Geburtstag. Von Ruth Wiedner-Runo

Günter Wappenschmidt wird am Montag 90 Jahre alt. Seinen Ehrentag feiert der Landwirt und erfolgreiche Kommunalpolitiker im Kreise seiner Familie: "Ein großes Fest lässt meine Gesundheit leider nicht mehr zu," sagt er. Bedingt durch einen Schlaganfall vor zwei Jahren und den damit verbundenen Mobilitätseinschränkungen lebt der Jubilar eher zurückgezogen. Er, der sich über Jahrzehnte hinweg als Unions-Politiker auf Gemeinde-, Stadt- und später auch auf Kreisebene für die Belange der Bürger stark gemacht hat, ist aber auch heute noch umfassend informiert. Mit der täglichen Zeitungslektüre schlägt er eine für ihn wesentliche Brücke ins Dorf- und Vereinsleben.

Neben der Familie - zu der die Kinder Wolfgang, Ellen, Manfred, neun Enkelkinder sowie acht Urenkel gehören - und der Landwirtschaft bestimmte die Politik sein Leben. 1969 zog Günter Wappenschmidt für die CDU in den Rat der Alt-Gemeinde Glehn. Als Bürgermeister (1970) war der Jubilar maßgeblich an der Entwicklung Glehns beteiligt. Und auch nach der kommunalen Neugliederung setzte er sich als Rats- und später als Kreistagsmitglied für die neue Stadt Korschenbroich ein. Dabei hatte Wappenschmidt aber stets "sein" Glehn im Blick. Er galt als "streitbarer Kopf", verstand es aber auch, mit Fingerspitzengefühl politische Vorhaben umzusetzen. Belange der Freiwilligen Feuerwehr, Schulthemen und die Jugendarbeit wurden zu seinen Schwerpunkten. Lebhaft und engagiert machte er sich für die Vereine stark. Wenn er gerufen wurde, war der Jubilar stets mit Rat und Tat zur Stelle. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in Politik und Vereinsleben wurde er im August 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Nach seinem Rückzug aus der Politik musste der Jubilar 1999 den Tod seiner Frau Mia nach 48 Ehejahren akzeptieren lernen. Er suchte im Reisen eine neue Herausforderung: "Wichtig war mir dabei immer, rechtzeitig zum Glehner Schützenfest zurück zu sein." Als er jetzt in der NGZ über das marode Holzkreuz auf dem Friedhof las, stand seine Entscheidung fest: "Als Dank an die Vereine werde ich an Stelle einer Feier ein neues Kreuz für den Glehner Friedhof spenden."

Quelle: NGZ
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