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Korschenbroich
Glehner Heide: Nur noch drei Flächen frei

Korschenbroich: Glehner Heide: Nur noch drei Flächen frei
Sie kennen sich aus, wenn es um Druckluft geht: DBT-Geschäftsführer Detlev Lütges und seine Tochter Sara erklären ihr Geschäftsmodell. Ihr Unternehmen zählt zu den "Neuen" in dem städtischen Gewerbegebiet Glehner Heide. FOTO: cka
Korschenbroich. Der Verkauf der Gewerbeflächen in dem 60.000 Quadratmeter großen Gebiet läuft gut. Inzwischen haben dort 20 Unternehmen ihren Sitz. Dazu zählt die Druckluft-Firma DBT, die sich in Glehn jetzt flächenmäßig fast verdoppelt hat. Von Christian Kandzorra

Im letzten städtischen Gewerbegebiet Glehner Heide siedeln sich immer mehr Unternehmen an. In den vergangenen vier Monaten stieg die Zahl der Firmen auf insgesamt 20, außerdem konnte die Stadt seit August drei weitere Kaufverträge mit Interessenten schließen. Sie sollen in den nächsten Wochen mit dem Bau ihrer Gebäude in dem fast 60.000 Quadratmeter großen Gebiet beginnen. Zusammengerechnet sind jetzt 41.000 Quadratmeter belegt. Das entspricht gut 68 Prozent der Fläche. Zusätzlich sind laut Stadtverwaltung 10.800 Quadratmeter von Interessenten reserviert worden (18 Prozent). "Verfügbar sind jetzt noch rund 6000 Quadratmeter. Es stehen noch drei Grundstücke zum Verkauf", fasst Patrick Gorzelanczyk vom Amt für Zentrale Dienste die Zahlen zusammen.

Zu den "Neuen" im Gewerbegebiet zählt die Firma DBT, die sich der Druckluft- und Baumaschinentechnik (dafür steht auch die Abkürzung) verschrieben hat. Das Familienunternehmen, das Detlev Lütges vor 26 Jahren gegründet hatte, zog jetzt von Neuss nach Glehn. "Wir haben uns von der Fläche her fast verdoppelt", sagt Lütges, der von "angenehmen Kaufverhandlungen" spricht und damit die Stadtverwaltung lobt. Investiert hat er rund zwei Millionen Euro in den neuen Standort. Seit dem 22. August bedient das Unternehmen seine rund 1500 Kunden mit 16 Mitarbeitern von Glehn aus. "Die meisten unserer Kunden sind in der verarbeitenden Industrie aktiv", sagt Lütges, dessen Firma sich als "Partner" für die Industrie versteht.

Spezialisiert hat sich seine Firma auf Individuallösungen. "Wir planen den Einbau von verschiedenen Druckluftgeräten, führen die Montage durch und sorgen für die richtigen Anschlüsse", fasst Lütges das Kerngeschäft zusammen. Dazu zählt auch die Aufbereitung von Druckluft, die etwa in Bereichen zum Einsatz kommen soll, in denen Hygiene besonders wichtig ist. Ein Beispiel: beim Zahnarzt. "Zahnärzte brauchen Druckluft für das Werkzeug, mit dem sie bei ihren Patienten Zahnstein entfernen", sagt Sara Lütges. Ein anderes Beispiel: Die Gummibärchen-Produktion bei Haribo. "Dort kommt Druckluft bei der Maschinensteuerung zum Einsatz." Die meisten Kunden befinden sich im Umkreis von 300 Kilometern und werden im laufenden Service betreut. Dazu gibt es einige Außendienst-Mitarbeiter die von Glehn aus zu ihren Kunden ausschwärmen. "Das geringe Staurisiko auf den umliegenden Autobahnen war für uns ein wichtiger Standortfaktor. Auch das macht Glehn für uns attraktiv", sagt Sara Lütges.

Kompressoren und andere Geräte, die die Firma DBT verbaut, seien laut Detlev Lütges nicht mit den Maschinen zu vergleichen, die man im Baumarkt kaufen kann. "Wir müssen in der Industrie in Sachen Qualität deutlich höheren Ansprüchen gerecht werden", erklärt der Geschäftsführer, der früher den Beruf des Elektromeisters gelernt hat. Heute steht er an der Spitze des Unternehmens, in dem neben seiner Tochter Sara auch seine Frau Marion und sein Sohn Steffen arbeiten.

Quelle: NGZ
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