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Korschenbroich
Glehner Schützen sorgen für Gänsehaut

Korschenbroich: Glehner Schützen sorgen für Gänsehaut
Mit "Hubert der Große" würdigen die Glehner Schützen die Verdienste ihres Präsidenten Hubert Tokloth. FOTO: G. Salzburg
Korschenbroich. Nicht nur Schützenkönig Guido Spinnrath wird beim Schützenfest gefeiert, sondern auch der scheidende Präsident Hubert Tokloth. Von Rudolf Barnholt

Dass der Schützenkönig auf einem Schützenfest im Mittelpunkt steht, ist normal. Guido Spinnrath und Königin Marion mit den Ministerpaaren Kai und Iris Grönke sowie Bernd und Karina Schellen sind ein hervorragendes Gespann und kommen beim Schützenvolk sehr gut an. Mehr als sonst üblich steht diesmal jedoch auch der scheidende Präsident Hubert Tokloth im Mittelpunkt. Das zeigte auch der Fackelzug mit insgesamt fünf Großfackeln.

Die Glehner mit ihren 814 Schützen - im Vorjahr waren es noch fünf mehr - feiern in diesem Jahr bei herbstlichem Wetter. Immerhin blieben sie bis jetzt vor kräftigem Regen verschont. Das freute am Samstag vor allem die Fackelbauer. Die hatten sich ganz schön was einfallen lassen und sehr viel Liebe zum Detail bewiesen. Die "Thekenritter" hatten Schützenkönig und Minister in Originalgröße aus Papier auf Draht geformt. Der Jägerzug Freiwild hatte sich mit der Präsidentenfrage auseinandergesetzt. Aus Hubert Tokloth wurde "Hubert der Große", der bei einem Wagenrennen alles gab.

Sie wurde von der Jury zur Gewinnerfackel gekürt: Die "Flotte Boschte" schufen eine Schützenfigur, die sich nach vorne und zurück bewegte. Für Tokloth gab es lobende Worte: "Seit 60 Jahren sehr aktiv, warst immer da, wenn man dich rief..." - die Gänsehaut bei den vielen Besuchern am Samstagabend lag folglich nicht nur an der kühlen Witterung. Denn die beleuchteten Großfackeln, die Pechfackelträger, die Serenade vor der Kirche und der Große Zapfenstreich, das alles ging unter die Haut.

Im Zelt ging es anschließend feucht-fröhlich zu - und friedlich: "Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als es hier einige Schlägereien gab, ging es bis jetzt sehr ruhig zu wie seit Jahren nicht mehr", freute sich Vizepräsident Christoph Schönges. In der Gaststätte Trauscheit zum Empfang der Ehrengäste erschien Bürgermeister Heinz Josef Dick, der bei der Wahl am kommenden Sonntag nicht für eine erneute Amtszeit kandidiert, nicht wie in all den Jahren im grünen Jägerrock als Schütze, sondern im schwarzen Anzug mit Bürgermeisterkette. Es war sein vorletztes Schützenfest als Bürgermeister. Er lobte die Schützen: "Sie sorgen für ihren Ort, damit es sich hier so gut leben lässt."

Hubert Tokloth wertete die hohe Zahl der Jubilare als Zeichen dafür, dass die Struktur des Vereins in Ordnung ist, dass die Mitglieder sich wohlfühlen im Verein. Erfreulich: Die Mitglieder des neuen Zuges "Jode Frönde" werden nächstes Jahr zum ersten Mal mitmarschieren - dann sind die Jungs 16 Jahre alt. Jetzt nahmen sie lediglich am Fackelzug teil. Weniger erfreulich: Bislang hat sich noch niemand in die Schießliste eingetragen. Es bleibt also spannend, wer morgen um 15.30 Uhr zum Königsvogelschuss antritt - falls es überhaupt einen Kandidaten für das Königsamt in Glehn gibt.

Quelle: NGZ
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