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Korschenbroich
Glehner Schützen stimmen sich auf ihr Fest im September ein

Korschenbroich. Mitgliederversammlung entschied: Oberst muss sich nicht zur Wahl stellen. Für den Fackelzug wurden fünf Großfackeln gemeldet. Von Rudolf Barnholt

Die Mitglieder des Glehner Schützenvereins werden vom 3. bis zum 6. September ihr Schützenfest ohne König feiern müssen. Vor diesem Hintergrund hatte Präsident Thomas Coenen auf der Mitgliederversammlung am Samstag Abend im Frangensaal eine gute Nachricht: "Wir haben diesmal schon einen Bewerber für das Amt des Schützenkönigs." Trotzdem könnten sich weitere Interessenten melden.

Die Vorbereitungen für das Schützenfest sind so gut wie abgeschlossen. "Wir werden auch ohne Majestät ein schönes Fest feiern", erklärte der Präsident. In diesem Jahr wird aus der Königsparade eine Parade. Und der Bierpreis wird von 1,60 auf 1,70 Euro steigen. "Wir haben den Vertrag mit Carlsberg/Hannen um weitere drei Jahre verlängert", sagte Thomas Coenen. Mit "Janz locker" werde es einen neuen Grenadierzug geben. Die Mitglieder sind noch keine 16 Jahre alt, sie steigen deshalb noch nicht voll ein, sondern sind erstmal nur beim Fackelzug mit von der Partie. Apropos "Fackelzug": Bislang wurden fünf Großfackeln angekündigt - diese Zahl liegt im Rahmen dessen, was in den letzten Jahren zu sehen gewesen war. Am Samstag Abend wurde dann eine weitere, die sechste Großfackel in Aussicht gestellt.

Ein wenig enttäuschend: Der Jägerzug "Freiwild", dem auch Alt-Bürgermeister Heinz-Josef Dick angehört, marschiert jetzt zum 50. und zugleich zum letzten Mal mit. Er hatte 43 Großfackeln gebaut und verzichtet jetzt darauf, sich mit einer 44. Großfackel vom aktiven Schützenleben zu verabschieden.

Über einen Antrag, der bereits auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Januar andiskutiert worden war, wurde jetzt entschieden. Karl-Heinz Kremer hatte angeregt, dass der Oberst sich wie die anderen Vorstandsmitglieder zur Wahl stellen müsse. Oberst Andreas Erkes plädierte dafür, diese Änderung nicht einzuführen, sondern die bisherige Regelung, die seit rund 125 Jahren existiert, beizubehalten. Die darauffolgende Abstimmung ergab eine große Mehrheit für die bisherige Regelung, der Antrag wurde also abgelehnt.

Das Tambourcorps Glehn und die Musikkapelle Mönchengladbach stimmten die Schützen auf das bevorstehende Fest ein. Die Glehner werden während der Schützenfesttage annähernd 50.000 Euro in die Straßen- und Zeltmusik investieren. Vizepräsident Markus Lenders verriet Einzelheiten: "Im Festzelt werden am Samstag und Sonntag erstmals "Groovehouse" spielen." Keine Experimente dann an den beiden anderen Tagen: Wie gewohnt, wird dann wieder "Sound-Convoy" auftreten. Thomas Coenen kündigte an, dass in das Areal rund um das Ehrenmal Arbeit und Geld investiert werden müssen. Einige Helfer und Spender hätten sich bereits gemeldet. So übernimmt die CDU einen Teil der Kosten für die teilweise Neubepflanzung.

Quelle: NGZ
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