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Korschenbroich
Großes Interesse am Neubaugebiet "An der Niersaue"

Korschenbroich. Bis zu 500 Wohnungen sind geplant. Bei einer Info-Versammlung waren Flyer mit Angaben zur Grundstücksvergabe begehrt. Von Rudolf Barnholt

Rund 120 Menschen saßen oder standen am Donnerstag Abend im Ratssaal, hatten sich nicht von dem Unwetter abhalten lassen, das kurz vor Beginn der Veranstaltung mit Starkregen wütete: Sie wollten sich über das Baugebiet "An der Niersaue" informieren. Kritik war nur ganz vereinzelt zu hören. Es schien vielmehr so, als freuten sich die Besucher auf die Entwicklung dieses Baugebiets. Die 50 Flyer mit Informationen zur Grundstücksvergabe waren heiß begehrt. Baudezernent Georg Onkelbach und Planungsamtsleiter Dieter Hoffmans stellten den städtebaulichen Entwurf vor mit seinen drei Grünzügen, wobei in den mittleren eine Kindertagesstätte integriert werden soll. Zur L 381 hin soll es keinen Lärmschutzwall geben, sondern einen modellierten Grünzug.

Insgesamt 400 bis 500 Wohneinheiten sollen in dem Baugebiet entstehen, wobei der südliche Bereich zuerst entwickelt wird. "Mit dem nördlichen Bereich wird es in zehn Jahren weitergehen, aber bei entsprechender Nachfrage auch schon eher", kündigte Georg Onkelbach an. Die Besucher erfuhren, dass die Stadt rund 150 Grundstücke vergeben wird, Ansprechpartnerin für die übrigen Flächen ist die AMAND Projektentwicklungs-GmbH. Der Quadratmeter Bauland wird inklusive Erschließungskosten 270 Euro kosten.

Entlang der L 31 - im östlichen Bereich - ist der Bau von Mehrfamilienhäusern vorgesehen. "20 Prozent dieser Wohnungen sollen als sozialer Wohnungsbau errichtet werden", erklärte Onkelbach. Die Bedarfsanalyse liege derzeit aber noch nicht vor. Parkplätze werde es in ausreichendem Maße geben.

Die Erschließung wird vor allem über die L 31 erfolgen, aber auch von der Gilleshütte aus. Die entsprechenden Straßenabschnitte und Knotenpunkte sollen entsprechend ertüchtigt werden. Die Anwohner in diesem Bereich machten deutlich, dass sie nicht mit Erschließungskosten belastet werden wollen. Viele Bürger interessierten sich für Details: "So weit sind wir noch nicht", erklärte Onkelbach mehr als einmal.

Am kommenden Donnerstag steht dieses Baugebiet auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. In der Zeit vom 24. Juni bis zum 8. Juli können im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Bedenken und Anregungen vorgetragen werden - die Pläne liegen während dieser Zeit in der zweiten Etage des Rathauses aus und werden auf Wunsch von einem Stadtplaner erklärt. Eine weitere Stufe der Offenlage erfolgt in der Zeit vom 30. September bis zum 31. Oktober. Am 28. November könnte dann der entscheidende Beschluss im Rat gefasst werden.

Zur Vergabe der Grundstücke hat die Stadt einen Flyer herausgegeben, in dem über die Kriterien informiert wird. Wer in Korschenbroich lebt, wird ebenso bevorzugt wie Interessenten, die hier arbeiten. Für im Haushalt lebende Kinder unter 18 Jahren gibt es ebenfalls Punkte, aber auch einen Kaufpreisnachlass, der bis zu 20 Prozent beträgt.

Quelle: NGZ
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