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Einbruchserie in der Region
Haftstrafen für albanische Einbrecherbande

Einbruchserie in der Region: Haftstrafen für albanische Einbrecherbande
Polizei-Fotos zeigen die Beutestücke der Einbrecher. FOTO: Polizei
Korschenbroich. Nach einem wochenlangen Prozess hat die Zweite Große Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts am Dienstag die 22, 23, 24 und 26 Jahre alten Mitglieder einer albanischen Einbrecherbande zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt. Zwischen dem 22. August 2016 und dem 11. Februar begingen die Männer in Mönchengladbach, aber auch in Korschenbroich, Jüchen und Viersen mindestens 46 Einbruchsdiebstähle. Von Ingrid Krüger

Der 26-jährige Angeklagte, mit 23 Taten einer der Haupttäter, muss für sechs Jahre und zwei Monate hinter Gitter. Der 24 Jahre alte Albaner, an 13 Taten beteiligt, wurde zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der 22-jährige Mitangeklagte erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten, ein 23 Jahre alter Mittäter muss für drei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis.

Eine 63-jährige deutsche Mitangeklagte hatte die Einbrecher zu Treffpunkten gefahren und abgeholt. Sie wurde gestern wegen Beihilfe zu schweren Bandendiebstählen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt und muss 120 Sozialstunden leisten. Am Ende hatten sich die Mitglieder der Bande, die bisher noch nie aufgefallen waren, bei den Opfern der Einbrüche entschuldigt.

In der Urteilsbegründung ging der Kammervorsitzende auf den nicht alltäglichen Fall ein. Sie seien nach Deutschland gekommen, weil sie arbeiten wollten, hatten die Albaner beteuert. Als sie in Deutschland erfolglos blieben, seien sie auf die Idee mit den Einbrüchen gekommen. Die Angeklagten hatten bereits zu Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt und damit dem Gericht ein langes Verfahren erspart. Die Bande habe Objekte gesucht und dann gewartet, bis niemand im Gebäude war.

"Die Männer stemmten Fenster und Türen auf. Dabei hinterließen sie große Sachschäden", so die Urteilsbegründung. Laut Anklage soll die Bande Geld und Schmuck im Wert von 150.000 Euro erbeutet haben. Tatzeugen, DNA-Treffer und Telefonüberwachungen hatten bei der Aufklärung der Einbruchsserie geholfen. "Außerdem wurde mit den Geständnissen tatsächlich reiner Tisch gemacht", machte der Kammervorsitzende klar. Die 63-jährige Angeklagte sei keine Mittäterin gewesen, sondern eine Gehilfin, die nicht an der Beute beteiligt worden sei. "Die Haftbefehle bleiben im Vollzug", hieß es gestern am Ende.

Quelle: NGZ
 
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