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Korschenbroich
Heimatfreunde Glehn wollen mehr junge Mitglieder gewinnen

Korschenbroich: Heimatfreunde Glehn wollen mehr junge Mitglieder gewinnen
Joachim Schröder, Vorsitzender der Heimatfreunde. FOTO: NGZ-Archivfoto. M.R.
Korschenbroich. Damit hatte der Vorsitzende der Heimatfreunde Glehn, Joachim Schröder, wohl kaum gerechnet: Auf der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Trauscheit konnten alle Vorstandsposten besetzt werden.

Gerhard Tumma stand für eine Wiederwahl zum ersten Kassierer nicht mehr zur Verfügung, seine Aufgaben übernimmt der bisherige zweite Kassierer Heinz Kempermann. Zur Beisitzerin ließ sich die 56-jährige Ute Hoffmann wählen. Die neue zweite Kassiererin heißt Astrid Heidenreich (51). Zur Kassenprüferin wurde Annette Stüben (50) gewählt. Robert Jordan bleibt Archivar, Renate Erhart wurde als zweite Vorsitzende im Amt bestätigt.

Zuvor hatte Gerhard Tumma, noch als Kassierer, darauf hingewiesen, dass 40 Prozent der Kosten auf das Museum in alten Rathaus entfallen. Weitere interessante Zahlen: "77 Prozent der Mitglieder sind zwischen 60 und 100 Jahre alt, 23 Prozent zwischen einem und 59 Jahren." Die ältere Generation überwiegt damit deutlich. Die Heimatfreunde möchten mehr junge Mitglieder gewinnen. Robert Jordan hat vor, junge Leute zu einem Wettbewerb aufzurufen: Sie sollen Smartphone-Clips über Glehn machen. Die Heimatfreunde haben aktuell 270 Mitglieder - zwei weniger als vor einem Jahr.

Um die Ausgaben zu begrenzen, werden bei runden Geburtstagen und Beerdigungen nur noch Glückwunsch- beziehungsweise Beileidskarten übergeben oder versandt. Bislang standen für Geburtstage jeweils zehn, für Beerdigungen von Mitgliedern 35 Euro zur Verfügung.

Geehrt wurde in der Versammlung Hubert Michels für 40-jährige Mitgliedschaft. Alois Bresser gehört dem Verein ebenso lange an. Joachim Schröder erklärte, dass die Räume des Heimatmuseums unangetastet blieben, selbst wenn das Erdgeschoss des alten Rathauses zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden würde. Was sich Robert Jordan wünscht: "Es wäre schön, wenn sich noch mehr Mitglieder einbringen würden, indem sie zum Beispiel die Aufsicht im Museum übernehmen."

Joachim Schröder wartet immer noch auf die Reaktion vieler Schützenzüge: "Von rund 60 Zügen haben mir bislang lediglich sieben ein aktuelles Foto und ihre Zuggeschichte zukommen lassen - diese Informationen möchten wir archivieren." Und er machte auf einige Traditionstermine aufmerksam: An Karfreitag beginnt um sieben Uhr der Kreuzweg entlang der Fußfälle, die Bittprozession für ein gutes Gedeihen der Feldfrüchte steht am 4. Mai auf dem Programm. Am 10. November trifft man sich zum Weckmann-Essen in der Gaststätte Trauscheit, am 3. Dezember, 19 Uhr, zur Lampefier in der Gaststätte "Alt Glehn".

(barni)
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