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Korschenbroich
Heimatverein will das alte Hagelkreuz retten

Korschenbroich: Heimatverein will das alte Hagelkreuz retten
Der Heimatverein will das Hagelkreuz von 1705 sanieren (v.l.) : Rolf Schmier, Werner Ortmann und Georg Onkelbach informieren sich vor Ort. FOTO: J. Knappe
Korschenbroich. Seit mehr als 300 Jahren trotzt das Hagelkreuz an der Kreuzung der Landesstraßen L 381/ L 361 den Witterungen, doch die Zeit nagt an dem jetzt noch so trutzig wirkenden Denkmal. Der Heimatverein bat einen Steinmetz um seine Einschätzung. Von Angela Wilms-Adrians

Der stellte fest, dass das Patriarchenkreuz von 1705 beschädigt, damit in seiner Substanz gefährdet ist und dringend restauriert werden sollte. Die Maßnahme würde mehr als 5000 Euro kosten. Etwa die Hälfte des Betrages hat der Verein bereits zusammengetragen, nicht zuletzt durch einen eigenen Beitrag sowie die Zuwendung aus der Eheleute-Heinz-Hülser-Stiftung. Stellvertretend für die Stadt hat der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach Unterstützung zugesagt. Die Heimatfreunde hoffen auf weitere Sponsoren. Doch auch unabhängig von potenziellen Spendeneinkommen soll bis zum Jahresende die Restaurierung in Auftrag geben werden, um das Kleinod zu retten und auch für Passanten sichtbarer zu machen. Denn viele wissen gar nicht um den Schatz vor ihrer Haustür.

"Für Kleinenbroich und Büttgen ist das Hagelkreuz von besonderem Wert. Es ist eines der ältesten der Stadt und es hat einen Bezug zur Familie des Jan van Werth, der besonders in Büttgen verehrt wird", erzählt Werner Ortmann, Leiter des Arbeitskreises für Umweltschutz, Baudenkmäler und Landschaftspflege. Er verweist auf die lateinische Inschrift, die den "erlauchten und adeligen" Herrn Franz Winand Freiherr Raitz von Frentz aus Schlenderhahn, Herr in Kleinenbroich, als Erbauer nennt. Der untere Teil des Denkmals entspricht einem Fußfall mit der Nische für eine Figur, ein Bild oder einen Blumenstrauß. Das Kreuz wurde vermutlich auf einen bestehenden Fußfall aufgesetzt. Bei der Gründung des Heimatvereins 1979 wurden das Hagelkreuz sowie die alte Mühle als Wahrzeichen ins Logo aufgenommen, um die selbst auferlegte Verpflichtung für die historischen Zeugnisse zu betonen. Entsprechend pflegen Vereinsmitglieder das Hagelkreuz, das sie durch eine Bepflanzung hervorgehoben haben. Doch dürften die wenigsten Autofahrer das historische Denkmal, an dem einst um den Schutz der reifenden Saat und Früchte gebetet wurde, bemerken.

Auch das soll sich ändern. "Wir wollen das Umfeld freundlicher gestalten in Absprache mit Stadt und Verein", berichtet Onkelbach. Seine Sympathie haben die Ehrenamtler ohnehin, auch wenn ihre Anregungen in Zeiten klammer Stadtkassen nicht leicht zu unterstützen sind. "Für die Stadt ist der Einsatz des Vereins, der hilft ein solches Denkmal begleitet von Seiten des Denkmalschutzes zu erhalten, sehr positiv. Wir werden die Genehmigung nach den vorliegenden Angeboten erteilen", sagt er zu. "Es fehlt noch einiges an Geld, und wir hoffen nun auf weitere Spenden, damit wir nicht so viel vorstrecken müssen", stellt Vorsitzender Rolf Schmier fest.

Quelle: NGZ
 
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