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Korschenbroich
Heute Premiere für das neue Musical im Gymnasium

Korschenbroich. Rund 100 Schüler machen bei "Der Mann, der Sherlock Holmes war" mit. Insgesamt vier Aufführungen bis Sonntag.

Liebhaber der Musicalszene am Korschenbroicher Gymnasium können nach der üblichen Zweijahrespause aufatmen: Heute ist in der Aula die Premiere von "Der Mann, der Sherlock Holmes war". Weitere Aufführungen folgen am Freitag, Samstag (jeweils 19.30 Uhr) und Sonntag (18 Uhr).

100 Schüler werden vor und hinter den Kulissen beteiligt sein, um ihr Publikum mit einem Gesamtpaket von darstellerischem Geschick, Musik und Tanz sowie aufwendigen Bühnenbildern und Kostümen im Stil der Mode von 1910 zu begeistern. Musiklehrerin Regine Saus, verantwortlich für die Einstudierung von Chor- und Sologesang, bezeichnet den Stoff als eine "Verwechslungskomödie mit kriminalistischem Hintergrund".

Das 2009 uraufgeführte Musical von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg basiert auf dem gleichnamigen Kinofilm des österreichischen Regisseurs Karl Hartl aus dem Jahr 1937. Es erzählt von den mittellosen Privatdetektiven Morris Flynn und Mackie McMacpherson, die sich als Sherlock Holmes und Dr. Watson verkleiden und in der Hoffnung auf Aufträge zur Weltausstellung in Brüssel reisen. Dort werden sie von der Polizei gebeten, einen Fälscherring zu entlarven.

Bernadette Bonsels führt Regie und hat damit die Nachfolge von Wolfgang Dammers angetreten, der mit Schülern und Kollegen erfolgreiche Aufführungen wie "My Fair Lady", "West Side Story" und "Phantom der Oper" inszeniert hat. Die Musical-Tradition erwuchs im Kern aus dem Musikunterricht, später kamen Regie, Bühnenbild und immer mehr Aufgaben dazu. Seit etwa 20 Jahren sind sechs Arbeitsgemeinschaften beteiligt. Dammers ging der Musicalwelt nicht verloren: Der pensionierte Lehrer spielt dieses Mal im Schulorchester Posaune.

Katharina Storck dirigiert das Orchester zur Musik in modernisierter Fassung des Swing aus den 20er Jahren. Das Musical gibt viele Solorollen vor. Oberstufenschüler Michael Singendonk sagt über seine Rolle als Morris Flynn und vorgeblicher Meisterdetektiv: "Als Sherlock Holmes muss ich stets souverän auftreten, doch es gibt auch witzige Szenen." Mitspieler Chang-Seup Wyon gibt den wegen des Betruges besorgten Mackie und freut sich, seine Wunschrolle zu haben. Daniela Weidel, die bei zwei Aufführungen die Mary spielt, beschreibt ihre Figur als hoffnungslos romantisch und verträumt. Der Chor verwandelt sich in die Bürger von Brüssel und Besucher der Weltausstellung.

(anw)
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