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Korschenbroich
IHK: Kredit-Abbau ist für die Stadt eine wichtige Aufgabe

Korschenbroich. Die Stadt hat von 2008 bis 2014 insgesamt 31,5 Millionen Euro und damit knapp die Hälfte ihres Eigenkapitals verloren. Außerdem hat Korschenbroich überdurchschnittlich hohe Kassenkredite. Vergleichbare Kommunen wie etwa Erftstadt kommen im Mittel mit geringeren Kassenkrediten je Einwohner aus. So lauten wesentliche Ergebnisse einer Studie des Rheinisch-Westfälischen-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) zur Lage der Kommunalfinanzen in der Region. Das Institut hat im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein die Haushaltssituation der Städte und Gemeinden des IHK-Bezirks mit der Finanzsituation von Kommunen ähnlicher Größe und Struktur verglichen.

Korschenbroich befindet sich in einem schwierigen Konsolidierungsprozess. Die Stadt ist freiwillig dem vom Land ins Leben gerufenen "Stärkungspakt Stadtfinanzen" beigetreten und wird im Rahmen eines klaren Sanierungskurses entsprechend unterstützt. Ab 2018 werden Jahresüberschüsse erwartet. "Diese sind aber relativ gering", sagt Roland Döhrn, Leiter des Kompetenzbereichs "Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen" beim RWI.

Sorge bereitet den Experten die Verschuldung: "Die Zinsaufwendungen belaufen sich auf das 2,6-fache der Finanzerträge", erklärt der RWI-Forscher. Im interkommunalen Vergleich ist die Verwaltung nach Berechnungen des Instituts überdurchschnittlich hoch verschuldet. Insbesondere durch Kassenkredite. Die belaufen sich auf 1.449 Euro je Einwohner, in den Vergleichskommunen liegt der mittlere Wert bei 799 Euro. "Es ist deshalb folgerichtig, dass man den Abbau der Kredite zur Liquiditätssicherung ab 2017 als wichtige Aufgabe ansieht", betont Döhrn.

Quelle: NGZ
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