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Korschenbroich
Italiener-Hahn, Musik und alte Fahrzeuge

Korschenbroich: Italiener-Hahn, Musik und alte Fahrzeuge
Beim Spätsommerfest gab es herbstliche Dekoration. FOTO: Raupold
Korschenbroich. Kleinenbroich feierte gestern das Spätsommerfest und zeigte, welche Vielfalt es im Ort gibt. Von Rudolf Barnholt

Der Vorsitzende des Gewerbekreises in Kleinenbroich, Uwe Schulz, hatte es nicht glauben wollen: "Ausgerechnet am Sonntag sollte laut Wettervorhersagen die Sonne scheinen." So, oder zumindest annähernd so, war das Wetter tatsächlich gestern Nachmittag. Die Kleinenbroicher nutzten den Sonnenschein, um auf dem zweiten Spätsommerfest unter dem Motto "Kleinenbroich ... ganz groß" zu relaxen, sich inspirieren zu lassen, der Musik auf der Livebühne zu lauschen oder sich mit anderen Besuchern auszutauschen.

Dass das Fest nicht rein kommerziellen Charakter hatte, machte unter anderem der Stand des Rassegeflügelzuchtvereins deutlich. Claudia Metzen servierte Federweißen und Zwiebelkuchen, die kleinen Besucher staunten über das bildschöne Federvieh in den zwei Käfigen: Zwerg-Wyndotten und ebenso schöne wie stolze Italiener-Hähne sieht man schließlich nicht alle Tage - gepflegte Bärte dagegen schon: Dafür sorgt in Kleinenbroich seit über zwei Jahren Josef Coenen mit seinem "Joseph"s Barber-Shop". Er hatte sein Geschäft mit seinem 80er Jahre Mini und dem 57 Jahre alten Lanz-Traktor seines Freundes Marco Lüpschen flankiert und das Ganze mit etlichen Strohballen dekoriert. Gegenüber stand noch ein drittes außergewöhnliches Fahrzeug, ein alter Citroen HY - der Klein-Lkw beherbergt das "Kaffee Tüt Tüt" mit kulinarischen Köstlichkeiten wie italienischen Mandelkuchen.

Harald Beckers vom Hofladen Beckers in Raderbroich verkaufte frisches Obst aus eigenem Anbau. "Der Frost im April hat sehr geschadet", erklärte der Obstbauer. Wie sehr, machte er an folgendem Beispiel deutlich: "400 Birnbäume trugen gerade mal 20 Kilo Birnen." DJ Captain Britz führte durch ein buntes Programm, Jürgen Reichert von der Musikschule des Rhein-Kreises hatte einige Bands mitgebracht, im Mittelpunkt standen aber der Schlagersänger Markus Lica, ein Enkel des verstorbenen früheren Fußball-Nationaltrainers Jupp Derwall, und Tom Lind, der eine 25-jährige Schlager-Karriere musikalisch Revue passieren ließ.

Josef Merten warb als Chef für den VDK, der Bürgerbus stand mit geöffneten Türen dar, in der Frontscheibe hing das Plakat: "Lauf doch nicht zu Fuß noh Hus, fahr´ lieber mit dem Bürgerbus."

Quelle: NGZ
 
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