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Korschenbroich
Jahrzehnte im Einsatz für die Umwelt

Korschenbroich: Jahrzehnte im Einsatz für die Umwelt
Für die BUND-Ortsgruppe Korschenbroich gibt es immer etwas in der Natur zu tun: Die Baumpflege gehört dazu. FOTO: BUND.
Korschenbroich. Die BUND-Ortsgruppe Korschenbroich feiert Geburtstag. Und mit ihr Gerd Sack. Als Mitgründer ist er nicht nur Mann der ersten Stunde, sondern seit mehr als 40 Jahren für die Naturschutzorganisation aktiv. Von Marion Lisken-Pruss

Worüber freut sich eine BUND-Ortsgruppe zum 35-jährigen Bestehen? Über einen nachhaltigen Einsatz für die Umwelt. Im Falle der Ortsgruppe Korschenbroich ist das ein 8.700 Quadratmeter großes Biotop am Trietbach in der Nähe der Landstraße 381. Der BUND hat das Gelände im Frühjahr erworben und gestaltet es seitdem. "Die Kosten mussten wir nur zu 20 Prozent übernehmen. Den Rest bezuschusste die BUND Stiftung NRW", erläutert Gerd Sack. Er ist ein BUND-Mitglied der ersten Stunde und hat die Ortsgruppe Korschenbroich im September 1982 mit gegründet.

Damals wurden Maria Droß aus Drölsholz zur Vorsitzenden und Lutz Kypke aus Korschenbroich zum Stellvertreter gewählt. Gerd Sack hatte in der Zeit die Öffentlichkeitsarbeit übernommen - und ist bis heute dafür zuständig. 1982 war Gerd Sack schon ein "alter Hase", was den BUND anbelangt. Bereits sieben Jahre zuvor war er an der Gründung des Landesverbands Nordrhein-Westfalen in Neuss beteiligt. Volle 60 bis 65 Tage im Jahr nimmt sein Engagement im Anspruch, schätzt er.

Dabei ist er nicht nur draußen in der Natur unterwegs, sondern auch im Hintergrund aktiv. Er sitzt für den BUND im Umweltausschuss der Stadt Korschenbroich und hat an den Stellungnahmen zu den Wasserrahmenrichtlinien und zum Regional- und Lärmaktionsplan mitgewirkt. Darüber hinaus ist er Mitglied im Kreisvorstand und im Landesarbeitskreis "Verkehr, Stadtentwicklung und Freiraumschutz". 35 Jahre sind für Gerd Sack ein Anlass zurückzublicken: "Wir haben aus unserer Sicht in Korschenbroich viel erreicht." Die Erweiterung des Mönchengladbacher Flughafens konnte ebenso verhindert werden wie die Osttangente der A 44, die über Korschenbroicher Stadtgebiet geführt hätte. Zudem haben sie die Umwelttage in Korschenbroich ins Leben gerufen, die alle zwei Jahre stattfinden. Ein Thema lässt ihn aber nicht los: Großenbroich. Dass die Naturschutzorganisation nicht verhindern konnte, dass das Feuchtgebiet ausgekiest wurde, bedauert er. Um gleich einen anderen Aspekt hervorzuheben: "Wir haben durchgesetzt, dass dort kein Freizeitzentrum für tausende Besucher mit Bootshafen und Campingplatz entsteht." Für die Zukunft plant die Ortsgruppe, das Naturschutzgebiet Pferdsbroich und Großenbroich zusammenzulegen und auch Großenbroich unter Naturschutz zu stellen.

Was veranlasst ihn, sich über 40 Jahre lang zu engagieren? "Ich bin in einer waldreichen Gegend aufgewachsen. Wenn man in die Nähe einer Stadt zieht, weiß man erst, was Natur bedeutet", sagt er. Das 35-jährige Bestehen hat der BUND mit einem Sommerfest auf dem Biotop am Trietbach begangen. Gerd Sack freute besonders, dass der Landesvorsitzende und der Landesgeschäftsführer sowie Vertreter der Regionalgruppe und des Kreisvorstands zur Feier gekommen waren.

Quelle: NGZ
 
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