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Korschenbroich
"Jeder kann sich für Klimaschutz einsetzen"

Korschenbroich. Initiative "41352 - einfach besser leben" zieht Bilanz bei Aktion "Korschenbroich sucht Klimahelden" Von Ruth Wiedner

Während sich Politiker aller Nationen zum zwölftägigen Klimagipfel in Frankreichs Hauptstadt Paris trafen, waren Korschenbroichs Bürger nicht untätig. Die Initiative "41352 - einfach besser leben" hatte zur Aktion "Korschenbroich sucht Klimahelden" aufgerufen. Mit den unterschiedlichen Rückmeldungen auf die täglichen Energie-Spartipps in unserer Zeitung waren die Initiativen-Sprecher Oliver Sitt und Jutta Profijt dann auch mehr als zufrieden. "Wir brauchen nicht auf den Klimagipfel zu blicken und auf die Politik zu warten", sagt Jutta Profijt. Sie ermuntert alle Korschenbroicher zum Mitmachen: "Jeder kann ganz viel tun, und das sofort." Für Oliver Sitt steht fest: "Wenn alle einen kleinen Beitrag leisten, bewegt sich etwas."

Die Initiative, die im Sommer 2011 von dem Kleinenbroicher und seiner Ehefrau Kirsten Lübke ins Leben gerufen wurde, wird nicht müde, für den Klimaschutz zu werben. "Jeder von uns kann zum Energiesparen beitragen", versichert Jutta Profijt. Wie leicht das ist, haben die zwölf Energie-Spartipps gezeigt. Selbst an der Kasse im Supermarkt wurde die Raderbroicher Buchautorin von Kunden auf ihren "organisierten Backtag" angesprochen. Andere staunten nicht schlecht, wozu Altpapier, getrennt gesammelt, auch später noch verwendet werden kann oder welchen Charme eine (Obst)-Pflückgemeinschaft vor Ort hat. "Es geht hier wirklich um ganz banale Dinge, die jeder leisten kann", betont Jutta Profijt. Selbst sie staunte nicht schlecht, als das Thema Kühlschrank und Wollmäuse im Rahmen der Aktion thematisiert wurde. "Wir wohnen seit fünf Jahren in unserem Haus, aber unter unserem Kühlschrank hatte ich noch nie gewischt", gab sie offen zu und fügte mit einem verschmitzten Lächeln an: "An die Staubflocken habe ich wirklich nicht gedacht. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass Wollmäuse unterm Kühlschrank zum Stromfresser werden."

Für Oliver Sitt und Jutta Profijt steht schon jetzt fest: "Durch die Aktion haben viele Bürger die Scheu verloren, die Klimahelden haben ein Gesicht, es sind Bürger wie jeder aus der Nachbarschaft." Das Ergebnis ist zählbar: Bis zu 100 Mal pro Tag wurde die Homepage der Initiative während des Klimagipfels besucht.

Auch Terminanfragen für das nächste Repair-Café und für die Fahrrad-Einkaufstouren gab's viele. Selbst der Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Jüchen, Martin Schursch, hatte sich gemeldet und nach dem Konzept gefragt. Aus dem Korschenbroicher Rathaus gab's hingegen keine Reaktion. "Wir hätten uns schon über eine Rückmeldung von Herrn Hintzen als Beauftragten gefreut", so Profijt.

Quelle: NGZ
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