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Korschenbroich
Junge Band will Korschenbroich rocken

Korschenbroich: Junge Band will Korschenbroich rocken
Das ist die Band "The Fourth Insurgence" (v.l.): Ben Schneider, David Kolberg, Erik Zensen und Semih Türksever. Sie treten heute im Jugendzentrum "St. Andy" auf. FOTO: d. ilgner
Korschenbroich. Die Metal-Band "The Fourth Insurgence" hat sich neu formiert: Sie tritt heute beim Konzertabend im "St. Andy" auf. Von Christian Kandzorra

Metal ist ihr Ding: Die Kleinenbroicher Band "The Fourth Insurgence" ("Der vierte Aufstand") will nicht im "Einheitsbrei" mitmischen. Sie wollen Lautstärke. "Lieder, die etwas heftiger sind", bringt es David Kolberg auf den Punkt. Er ist Gitarrist in der Nachwuchsband, die sich vor wenigen Monaten formiert hat. Heute Abend steht für die Metal-Fans einer ihrer bisher größten Auftritte im Jugendzentrum "St. Andy" auf dem Programm. "Noch covern wir in erster Linie Songs, planen aber auch eigene Lieder", erzählt Sänger und Bassist Semih Türksever. Welche Songs heute Abend genau auf dem Plan stehen? "Wir wollen sieben Lieder spielen, darunter ,Seven Nation Army' von den White Stripes und ,Smells Like Teen Spirit' von Nirvana", nennt Ben Schneider zwei Beispiele. Er ist der dritte Kleinenbroicher im Bunde - Schlagzeuger Erik Zensen, der die Formation komplettiert, ist in Düsseldorf zuhause.

Die Band ist eine von vier, die heute Abend nach 19.30 Uhr in dem katholischen Jugendzentrum an St. Andreas Korschenbroich auftreten wird. Die vier Mitglieder verstehen sich als "Lokalmatadore" und wollen beim Publikum vor allem mit einem Song punkten, den sie zum Finale ihres Auftritts spielen wollen: "For Whom the Bell Tolls" der US-amerikanischen Band Metallica, die mit dem Song 1984 einen ihrer bis dahin größten Erfolge erzielen konnte. Tatsächlich: Die junge Kleinenbroicher Band (alle Mitglieder sind zwischen 17 und 19 Jahre alt) wollen einen Metal-Kulthit aus den 80ern live auf die Bühne bringen. In Zeiten, in denen die elektronische Musik auf dem Vormarsch ist, ist das fast exotisch. "The Fourth Insurgence" sind sich dessen bewusst, dass sich im Korschenbroicher Stadtgebiet immer weniger junge Bands gründen.

Bei ihnen hatte es "einfach gepasst", wie Semih Türksever erzählt: Die drei Kleinenbroicher kennen sich bereits seit Jahren - auch aus dem Jugendzentrum "Basement", in dem sie zum Teil Jugendleiter sind und in dem sie bis vor einigen Wochen noch gemeinsam geprobt hatten. "Dann gab es Probleme mit der Lautstärke", berichtet Daniel Dentale. Er leitet das Jugendzentrum an der Hochstraße 26 und freut sich über den Bandnachwuchs aus Kleinenbroich, der jetzt im Düsseldorfer Musikbunker schallisoliert probt. "Wir treffen uns zweimal pro Woche und feilen an unseren Songs", sagt Ben Schneider.

Inzwischen sammeln die Musiker, die viel Unterstützung aus dem Jugendzentrum und auch von der Musikschule Rhein-Kreis Neuss erfahren, auch Ideen für eigene Produktionen. Sie tüfteln bereits an eigenen Texten. "Wir haben alle Ideen. Nach unserem Auftritt im ,St. Andy' möchten wir uns damit genauer auseinandersetzen", sagt David Kolberg, der sich am meisten auf den Metallica-Song freut. "Den haben wir als einen der ersten einstudiert."

Das Jugendzentrum "Basement" möchte jungen Musikern weiterhin Starthilfe geben. Eine andere Gruppe, die ebenfalls aus dem Jugendtreff hervorgegangen ist: eine Mädchengruppe um Jona Krummen und Ben Schneiders Schwester Viktoria. Sie besteht derzeit aus sechs Mitgliedern und hat sich auf das Covern von Musikstücken spezialisiert, die in den Charts sind.

Quelle: NGZ
 
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