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Korschenbroich
Kaffeeklatsch mit ausgefallenen Buchempfehlungen

Korschenbroich. Der Literarische Kaffeeklatsch am Samstag und die Ladies Night am Sonntag im Pfarrzentrum St. Andreas waren wieder komplett ausgebucht. Das ausschließlich weibliche Publikum bekam jeweils zwölf Buchempfehlungen mit auf den Weg.

Initiatorin und Gastgeberin Rita Mielke empfahl unter anderem die Geschichte einer Familie, die die Überholspur für sich gepachtet zu haben schien, wobei sich herausstellen sollte, dass längst nicht alles Gold war, was da glänzte. "Eine fast perfekte Familie" von Meg M. Moore zeichne sich dadurch aus, dass es dem Leser das Gefühl vermittelt, mitten im Geschehen zu sein - in einem Geschehen, das sich dramatisch zuspitze. Da ist zum Beispiel die Tochter Angela, die Pillen nimmt, um ihr ambitioniertes Pensum zu schaffen.

Claudia Meuser stellte das Buch "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke vor. Sie machte Lust auf ein Buch, das man wie folgt mit einer Frage auf den Punkt bringen kann: "Wie gut kennst du den Mann, den du liebst?" Die frisch Vermählte versucht zu verstehen, wie ihr Ehemann, der beim Angeln ertrinkt, gestrickt war. "Man glaubt, bald eine Ahnung zu bekommen, aber dann endet die Geschichte doch ganz anders", erklärte Claudia Meuser. Ein Tipp von Gisela Retz: "Morgenland" von Stephan Abarbanell. Auf insgesamt 464 Seiten sind sowohl ein Polit-Krimi, als auch eine Liebesgeschichte untergebracht, hinzu kommt ein profunder Einblick in die Gründungsgeschichte des Staates Israel.

Rita Mielke schwärmte: "Das ist ein ganz grandioses Buch." Sie meinte "Alles kein Zufall" von Elke Heidenreich mit sehr viel Klugheit und Empathie. In diesem Buch stehen 190 Mini-Geschichten. Wie ein roter Faden zieht sich die wechselvolle Beziehung der Autorin zu ihrer Mutter durch das Werk.

"Club der Töchter von Natascha Fennell und Roisin Ingle ist gespickt mit Lebensweisheiten", fasste Claudia Meuser zusammen. Es helfe, selber eine bessere Mutter zu werden.

Während am Sonntag die Mönchengladbacher Autorin Susanne Goga ihr Buch "Es begann in Schöneberg" vorstellte, las am Samstag Brigitte Tietzel aus Krefeld aus "Die verlorenen Seelen". Es geht um eine Frau, die ihr Gedächtnis verliert und zwar nicht durch einen Unfall, sondern psychologisch bedingt, aufgrund eines Traumas. Die Kunsthistorikerin würde das Genre dieses Buches als "Gesellschaftskrimi" bezeichnen. Sie hatte unter anderem bei einem Mann recherchiert, der sich an 30 Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern kann.

(barni)
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