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Korschenbroich
Kellnerin rettet Hauptkommissar

Korschenbroich. 400 Zuschauer verfolgten Kriminalkomödie des Thalia Theaters im Gyko.

Eine Mischung aus Spannung und Spaß, gewürzt mit Slapstick, Liebe, Kampfszenen und kommissarischen Weisheiten im turbulenten Wechsel zeigte das Ensemble des Thalia Theaters jetzt 400 Zuschauern in der Aula des Korschenbroicher Gymnasiums. Setting des Stücks mit dem Titel "Es muss ja nicht immer Tatort sein" ist der Anker. Eine bekannte Korschenbroicher Kneipe und Stammlokal des für seine ungewöhnlichen, aber sehr erfolgreichen Ermittlungsmethoden bekannten Hauptkommissars Holm (Holger Glasmacher). Er entspannt gerade bei einer Tasse schwarzen Kaffee, als ihn ein junger Mann (Sascha Grahl) anspricht. Dieser stellt sich als Journalist sowie angehender Autor vor, der Holms Methoden bewundert und ihn und seine Arbeitsweise als Romanvorlage verwenden möchte. Deshalb bittet er den Kommissar, ihm von seinen interessantesten Fällen zu berichten.

Geschmeichelt willigt der auch ein wenig selbstverliebte Holm ein und lässt für ihn - und damit auch für das Publikum - drei seiner ungewöhnlichsten Fälle Revue passieren. Der erste führt in eine psychiatrische Therapiegruppe, denn Holm vermutet den Mörder eines erstochenen Therapeuten unter dessen Patienten. Ein äußerst skurriles Trüppchen, das dem Publikum so manchen Lacher entlockte.

Spannend und nicht ganz ohne Gänsehaut präsentiert sich die Ermittlung im zweiten Fall. In Anlehnung an beliebte TV-Formate initiiert Holm die Sendung "Knacki sucht Frau", in deren Verlauf er einem Serienkiller (Axel Loobes) endlich einen noch ungeklärten Mord nachweisen will.

Auch in der Kneipe entwickelt sich eine bedrohliche Situation. Der angebliche Journalist lässt seine Maske fallen. Er will sich an Holm rächen, dass dieser ihn unschuldig wegen Mordes hinter Gitter gebracht hat. Beweise für seine Unschuld kann er zwar nicht vorlegen, aber seine Waffe spricht eine deutliche Sprache. Gut nur, dass es Geli, die beherzte, eifrig an Kriminalfällen interessierte Kellnerin im Anker (Angelika Kehnen-Kollmann) gibt. Sie hatte dem Kommissar. ihn zu beschützen, wann immer ihm in "ihrer" Kneipe Gefahr drohe. Und so kam es auch. Am Ende wendet sich alles zum Guten und das Publikum konnte schmunzeln und aufatmen.

(sibr)
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