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Korschenbroich
Kita an der Josef-Thory-Straße feiert ihr 20-Jähriges

Korschenbroich. Das Team der Kita an der Josef-Thory-Straße hat allen Grund dazu, stolz zu sein: Seit 20 Jahren besteht ihre Einrichtung - und seit ebenso langer Zeit meistern die Mitarbeiter immer neue Herausforderungen. Das feierten die Erzieherinnen am Samstag gemeinsam mit Eltern und Kindern bei einem Festakt, wo sie auf die vergangenen Jahre zurückblickten und durch die Kindertagesstätte führten. "Wir betreuen aktuell rund 70 Kinder aufgeteilt in vier Gruppen. Acht sind unter drei Jahre alt", erzählt Kita-Leiterin Barbara Antony-Wildschütz, die ein Jahr nach der Eröffnung zum Team stieß und die Einrichtung seit 2005 leitet.

Damals war die Kita noch integrativ. "Seit August sind wir inklusiv", berichtet die 54-Jährige. Wo genau der Unterschied liegt? "Wir haben bereits ab 1996 Kinder mit sogenannten Spracherwerbsstörungen aufgenommen und entsprechend in die Kita-Gruppen integriert. Neu sind 13 Kinder mit besonderem Förderbedarf, die im Zuge der Inklusion zu uns gestoßen sind. Seit August leben wir diese Inklusion", erklärt Barbara Antony-Wildschütz.

In ihrer Einrichtung wird viel gelacht. Die Kinder spielen auch beim Festakt fröhlich, klettern, singen und toben - und auch Inklusion ist dort längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. "Kinder, die ins Grundschulalter kommen und uns im Alter von sechs Jahren verlassen, haben in der Regel überhaupt keine Berührungsängste mit Kindern, die anders sind als sie", berichtet Erzieherin Katrin Leuker. "Eine unserer Hauptaufgaben sehen wir darin, uns Zeit für jedes einzelne Kind zu nehmen und die Entwicklung zu begleiten." Genau wie Kita-Leiterin Antony-Wildschütz legt sie großen Wert auf den engen Kontakt mit Eltern. Seit 2008 ist die Kita auch Ansprechpartner für Eltern aus Kleinenbroich, deren Kinder die Tagesstätte nicht besuchen. "Wir stehen ihnen beratend zur Seite und stellen den Kontakt zu Tagespflegeeinrichtungen her", erzählt Leuker. Das erfordert viel Engagement der 17 Mitarbeiter, zu denen eine Logopädin sowie eine Kinderpflegerin zählen.

Dieses Engagement würdigte beim Festakt auch Bürgermeister Heinz Josef Dick, der auf die steigenden Herausforderungen aufmerksam machte. Ein Beispiel: Immer mehr Kinder bleiben den Nachmittag über in der Kita. "1995 waren es 15 Tageskinder. Heute sind es 60", berichtet Leiterin Antony-Wildschütz. Sie spricht von einem "Spagat zwischen Beruf und Familie" der immer mehr Eltern betrifft.

(cka)
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