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Korschenbroich
Kleinenbroicher Sternsinger brauchen Verstärkung

Korschenbroich: Kleinenbroicher Sternsinger brauchen Verstärkung
Die Kleinenbroicher Sternsinger ziehen am 10. Januar los. FOTO: Ilgner
Korschenbroich. "Segen bringen, Segen sein", lautet das Motto der Sternsinger. Sie werden am 10. Januar wieder ausschwärmen. Von Rudolf Barnholt

Margret Görris, die die Aktion in Kleinenbroich organisiert, fehlen jedoch noch Kinder, die dieses besondere Ehrenamt übernehmen möchten: "Im vergangenen Jahr hatte ich 23 Gruppen mit insgesamt 95 Sternsingern bilden können. Nach dem jetzigen Stand kann ich sechs Gruppen nicht besetzen", sagt die 60-Jährige und hofft auf "Last-Minute-Bewerbungen".

Veronika Jäger ist eine von den Sternsingern, die der Aktion seit Jahren treu sind. Zwölfmal war sie schon dabei - als sie zum ersten Mal loszog, war sie gerade einmal drei Jahre alt. "Ich kann mich an viele schöne Dinge erinnern", sagt die 22-Jährige, die Jugendlichen empfehlen kann, das mit dem Sternsingen einmal auszuprobieren.

Rebecca, Dora und Dimitra (alle elf Jahre alt) bilden diesmal gemeinsam mit dem zwölfjährigen Emil eine Königs-Gruppe. Rebecca ist zum ersten Mal dabei, ihre Freundinnen haben sie für dieses Ehrenamt geworben. Jede Gruppe kann sich Lieder oder Texte aussuchen, die sie dann singen beziehungsweise vortragen werden: "Hütten, Zelte, Keller, Straßen, Kinder nennen dies ihr Heim, ihre Welt soll heller werden - dazu laden wir euch ein", heißt es in einem Text. Das passt sehr gut, weil die kompletten Einnahmen in diesem Jahr an Pfarrer Josef Neuenhofer gehen, der sich um Straßenkinder in Bolivien kümmert.

Georg und Regina Jäger helfen mit, die Sternsingeraktion zu organisieren. Sie wissen, dass nicht alle freudig die Türe öffnen, wenn die Kinder mit der Sammelbüchse klingeln. Diese frustrierenden Erlebnisse seien jedoch die Ausnahme. "Viele Menschen wünschen sich ausdrücklich die Segnung ihres Hauses durch die Sternsinger", erzählt Margret Görris.

Wer sicher gehen möchte, dass die Sternsinger auch tatsächlich kommen, sollte in der Kirche eine Besuchsanmeldung ausfüllen. Denjenigen, die ihre Türen und Herzen verschließen, stehen viele sehr großzügige Menschen gegenüber. "Es werden auch schon mal 50 Euro gegeben", berichtet Veronika Jäger. Ein besonderes Erlebnis sei immer wieder der Besuch der Sternsinger im Haus Tabita am Dreikönigstag: Die Senioren, die dort leben, freuten sich immer riesig über den Besuch der Sternsinger.

Worüber sich die Sternsinger freuen: Es gibt an den Haustüren jede Menge Süßigkeiten. So viele, dass ein Teil davon an die Neusser Tafel gespendet wird, die jetzt eine Dependance in Kleinenbroich hat. Übrigens: Die Sternsinger-Gruppen werden von einem Erwachsenen oder einem älteren Jugendlichen begleitet, damit ihnen nichts passiert. Mittags stärken sie sich im Pfarrheim mit Spaghetti Bolognese; der Tag beginnt mit einem Aussendungsgottesdienst.

Wer Sternsinger in Kleinenbroich werden möchte, sollte sich ganz schnell bei Margret Görris melden. Sie ist telefonisch unter der Rufnummer 02161 675422 oder per Mail (mgoerris@yahoo.de) erreichbar. Mitmachen können auch Kinder aus anderen Ortsteilen. Das Sternsingen in Kleinenbroich ist konfessionsübergreifend.

Quelle: NGZ
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