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Korschenbroich
Kleiner Parkplatz sorgt für großen Ärger

Korschenbroich: Kleiner Parkplatz sorgt für großen Ärger
Sie fordert, dass die Parkplatz-Markierung am Mehrfamilienhaus ihrer Familie sofort entfernt werden: Caroline Podleschka. Die Anwohnerin sagt, dass die Stadt entgegen vorheriger Absprachen gehandelt habe. FOTO: cka
Korschenbroich. Die Stadt hat jetzt einen neuen Parkplatz auf der Jan-van-Werth-Straße markiert. Einigen Anwohnern ist das ein Dorn im Auge. Ein Vorwurf: Die Stadt halte sich nicht an Absprachen. Zudem behindern parkende Autos eine Zufahrt. Von Christian Kandzorra

Es ist eigentlich nur ein einfacher Parkplatz am Straßenrand einer verkehrberuhigten Zone - aber einer, der es in sich hat: Der Stellplatz an der Jan-van-Werth-Straße, den Mitarbeiter der Städtischen Eigenbetriebe vor wenigen Tagen dort mit weißer Farbe auf dem Boden markiert haben, sorgt nun für mächtig Ärger. Das Problem: Parkt jemand auf dem neuen Parkplatz, behindert er die Zufahrt zum Kundenparkplatz eines gegenüberliegenden Fernsehgeschäftes. Und: Anwohnerin Caroline Podleschka sieht jetzt das Bauvorhaben ihrer Familie gefährdet, die genau neben dem Straßen-Stellplatz zwei private Parkplätze auf dem Grundstück ihres Mehrfamilienhauses anlegen will. "Die Markierungen auf dem Boden müssen sofort verschwinden", betont Podleschka und fordert die Stadt auf, aktiv zu werden.

Der 29-Jährige geht es ums Prinzip: Vertreter der Stadt hätten ihr bei einer Straßenbegehung im Oktober vergangenen Jahres zugesagt, dass die Stadt so lange mit der Markierung neuer Parkplätze vor dem Mehrfamilienhaus der Podleschkas wartet, bis die Familie ihre privaten Parkplätze dort eingerichtet hat. Als sie jetzt die frische weiße Farbe auf der Straße gesehen hat, habe sie ihren Augen nicht getraut. Die Grundschullehrerin spricht von einem "Aprilscherz" der Stadtverwaltung, die aus ihrer Sicht dem Druck eines Nachbars nachgegeben habe, mit dem sie und andere Anwohner Streit haben und der sich für den Parkplatz eingesetzt hatte.

Die Stadt erklärt auf Anfrage, dass sie nach dem Ortstermin, bei dem es allgemein um die Parkplatzsituation auf der Jan-van-Werth-Straße ging, ein halbes Jahr mit der Markierung der Stellplätze auf der Fahrbahn gewartet habe, das angekündigte Bauvorhaben auf dem Privatgrundstück der Podleschkas aber nicht konkret geworden sei. Gleichzeitig heißt es aus dem Rathaus: "Sobald das Vorhaben auf dem Grundstück der Anlieger konkret wird, kann die Markierung wieder entfernt werden." Weiter erklärt Stadtsprecherin Annette Lange, dass kein Bauantrag für die zwei geplanten Privat-Stellplätze nötig sei.

Caroline Podleschka, ihre Mutter Irmgard, ihr Vater Johann und auch die Betreiberin des gegenüberliegenden Fernsehgeschäfts, Marion Fuhrmann, pochen allerdings weiterhin darauf, dass die weißen Markierungen sofort entfernt werden. Podleschka betont, dass sie die Stadt mehrfach über den aktuellen Stand des Parkplatz-Baus auf dem privaten Grundstück ihrer Familie informiert habe und die Stadt ihr keine Frist für die Fertigstellung genannt habe. Das formulierte sie jetzt auch in einer siebenseitigen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Mitarbeiter der Verwaltung, die sie an den Landrat gesendet hat.

Quelle: NGZ
 
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