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Korschenbroich
Korschenbroich bekommt keine eigene Facebook-Seite

Korschenbroich. Kaarst hat eine, Jüchen auch, Meerbusch und Mönchengladbach ebenso: eine offizielle Facebook-Seite. Die Stadt Korschenbroich hat keine, und das soll auch vorerst so bleiben. Das erklärte Bürgermeister Marc Venten in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses auf Anfrage der FDP - und schob das Projekt damit auf die lange Bank. Konkrete Gründe nannte Venten nicht und verwies auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Was er jedoch andeutete: Die Gründe liegen im personellen Bereich.

Bereits im Juli 2016 hatte die FDP den Antrag in den Hauptausschuss eingebracht, eine städtische Facebook-Seite einzurichten. Damals wurde ein Kompromiss erzielt: Das Kulturamt hat eine eigene Facebook-Seite bekommen. Seitdem füllen die Mitarbeiter den digitalen Kommunikationskanal regelmäßig mit Inhalten. Auf diese Weise sollten erste Erfahrungen gesammelt werden. "Die Seite ist mittlerweile 300 Tage in Betrieb, hat 274 Abonnenten und eine Beitragsreichweite von rund 1000 Personen", berichtete der Bürgermeister. Der Aufwand sei überschaubar, weil überwiegend Veranstaltungen eingestellt würden und keine Kommentare beantwortet werden müssten. Die Kommentarfunktion wurde nicht aktiviert. Die Mitarbeiter hätten im Vorfeld an einer Schulung teilgenommen. Doch diese Erfahrungen könne man nicht auf eine offizielle städtische Facebook-Seite übertragen, so Bürgermeister Marc Venten weiter. Seine Begründung: Beiträge wie zum Beispiel Pressemitteilungen müssten für Facebook gekürzt oder eigens bearbeitet und insbesondere Kommentare rund um die Uhr beantwortet werden. Und dafür habe die Stadt aktuell kein Personal, argumentierte er.

Aufgeben kommt für die FDP-Fraktionsvorsitzende Hanne Wolf-Kluthausen, die auch die Facebook-Seite des FDP-Stadtverbands betreut, nicht infrage. Sie blieb dabei: "Die FDP ist weiterhin davon überzeugt, dass die Stadt dieses zeitgerechte Medium anbieten sollte, um ihr bürgerfreundliches und innovatives Erscheinungsbild zu unterstreichen, insbesondere auch, um neue Personenkreise zu erschließen", betonte sie.

(drlp)
 
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