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Korschenbroich
Korschenbroich plant mehr Bauland für Wohnungen in Glehn

Korschenbroich. Stadt will Baugebiet auf der "Körschgensweide" schaffen. Auf Alternativ-Areal "Schanzer Weide" würde die Abwasserbeseitigung teurer.

In Glehn soll weiterer Wohnraum geschaffen werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege beschloss jetzt, zunächst die "Körschgensweide" in Bauland umzuwandeln. Alternativen wären die Erweiterung der Flächen "Schanzer Weide", "Nördlich Kemperweg" und "Schwohenend" gewesen. Die Bezirksregierung erlaubt die Entwicklung nur einer dieser Flächen zu Zwecken des Wohnungsbaus. Es galt also, eine Entscheidung zu treffen. Dabei gab es verschiedene Entscheidungskriterien wie Flächenverfügbarkeit und Eigentumsverhältnisse.

Baudezernent Georg Onkelbach erklärte, warum die Schanzer Weide nicht erste Wahl sein sollte: "Wenn das Regenwasser nicht in den Mischwasserkanal eingeleitet werden darf, entstehen exorbitant hohe Kosten." Diese Kosten resultieren daraus, dass ein riesiges Becken geschaffen werden müsste, aus dem das Regenwasser nach und nach in die Vorfluter abgeleitet werden könnte. Sollte die Bezirksregierung in der Schanzer Weide einer Entwässerung im Mischsystem, das allerdings nur für eine Teilfläche von rund drei Hektar in Frage käme, nicht zustimmen und auf einem teuren Trennsystem bestehen, würden sich die Kosten für die Entwässerung im Vergleich zur Alternative "Körschgens Weide" auf mehr als das Doppelte erhöhen. "Diese Fläche soll als Baugebiet nicht endgültig aufgegeben werden, aber es müssen noch dicke Bretter gebohrt werden mit der Bezirksregierung", sagte Onkelbach. Eine weitere Empfehlung des Baudezernenten: "Wir sollten über das Gebiet der Raiffeisenwarenzentrale eine Veränderungssperre drüberlegen." Da eine reine Verhinderungsplanung rechtlich nicht zulässig sei, sollte Baurecht für Wohnungsbau angestrebt werden. Die gegenüberliegende Grünfläche könnte mit einbezogen werden. Rudolf Graaff (CDU) erklärte, dass die Ortseingangssituation in Glehn dadurch deutlich aufgewertet werden würde.

Mit der Bezirksregierung war bereits im vergangenen Jahr abgestimmt worden, dass eine zeitnahe Entwicklung der Körschgens Weide möglich sein wird, wenn im Gegenzug auf die Entwicklung der Reservefläche "Schanzer Weide" verzichtet wird.

(barni)
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