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Korschenbroich
Korschenbroich-West entsteht mit 480 Häusern

Korschenbroich: Korschenbroich-West entsteht mit 480 Häusern
Das Baugebiet Korschenbroich-West soll in zwei Schritten umgesetzt werden: Bis dort gebaut wird, vergehen aber mindestens noch zwei Jahre. FOTO: Markus Scholz
Korschenbroich. Das Gebiet zwischen Gilleshütte und L 381 wird in zwei Schritten entwickelt. Der Baustart für die erste Etappe ist für 2017 vorgesehen. Von Ruth Wiedner

Bis zu 480 Häuser sollen rund 1200 Menschen am Stadtrand künftig ein neues Zuhause bieten. Damit allerdings die Infrastruktur der Stadt mithalten kann, soll das Vorhaben in zwei Schritten umgesetzt werden. Die Zeitschiene sieht einen ersten Baustart für 2017/18 vor. Die Erschließung des nördlichen Areals soll nicht vor 2025 folgen. Grünes Licht dafür gab's jetzt im Stadtrat: Die Fraktionen stimmten der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise zu.

Das Thema ist nicht neu: Korschenbroich-West wurde im Rathaus bereits im Jahre 2008 konkretisiert. Zwischenzeitlich wurde das 20,8 Hektar große Areal im Flächennutzungsplan verankert. Jetzt soll ein Bebauungsplan für die Gesamtfläche erstellt werden. Das Besondere daran: Das Gebiet soll zeitversetzt entwickelt und vermarktet werden - ein Schritt, für den sich sowohl die Verwaltung als auch die Politik stark macht.

Die Stadtplaner Georg Onkelbach und Dieter Hoffmans sprechen von einer "Grundsatzentscheidung", für die sie dankbar sind, um jetzt entsprechend aktiv werden zu können. "Eine derart große Fläche können wir nicht in einem Rutsch entwickeln", spricht der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach die vorhandene Infrastruktur der Stadt Korschenbroich an. Für ihn ist es sinnvoll, dieses Areal über einen Bebauungsplan, aber in zwei zeitlich versetzten Schritten, zu realisieren. "Wir haben in zehn Jahren vielleicht ganz andere Vorstellungen oder Bedarf", gibt Onkelbach zu bedenken - nicht zuletzt vor dem Hintergrund einiger Interessenten.

Währenddessen ist die Amand Projektentwicklungs GmbH aus Ratingen auch schon in Korschenbroich aktiv geworden. "Wir haben mit allen Grundstückseigentümern gesprochen", erklärt Amand-Geschäftsführer Jörg Wieck auf Anfrage. "Uns ist es gelungen, die Zustimmung sämtlicher Eigentümer zum Verkauf herbeizuführen, aber nur unter der Bedingung, dass die Kaufpreise auch in überschaubaren Zeiträumen gezahlt werden", hatte Jörg Wiek den Ratsfraktionen in einem Schreiben vom 5. März mitgeteilt. Und weiter heißt es in dem Schriftstück, das der Redaktion vorliegt: "Wir halten die Entwicklung von Korschenbroich-West über einen gestreckten Zeitraum nicht nur für unnötig, sondern aus Kostengründen auch für nicht durchführbar."

Was macht Amand? "Wir machen aus Acker Bauland, parzellieren es und verkaufen es dann an Bauwillige", beschreibt Jörg Wieck sein Hauptgeschäft. "Je nach Marktlage sind wie in Korschenbroich in sechs Jahren fertig." Onkelbach kommentiert den Vorstoß der Projektentwicklungsgesellschaft nicht. Gegenüber unserer Zeitung betont er lediglich: "Unsere Ansprechpartner sind nach wie vor die Eigentümer. Amand ist für uns kein offizieller Ansprechpartner." Das will der Projektentwickler aber werden. Geschäftsführer Jörg Wieck will sich jetzt erneut mit der Politik in Verbindung setzen. Er versicherte gestern: "Wir sind weiter interessiert."

Quelle: NGZ
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