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Korschenbroich
Kritik an Baustelle B 230 hält weiter an

Korschenbroich: Kritik an Baustelle B 230 hält weiter an
Der Rechtsabbieger nach Schlich bleibt weiterhin gesperrt: Die Freigabe der B 230 ist für den 10. Dezember angekündigt. FOTO: Wiedner-Runo
Korschenbroich. Straßen.NRW plant jetzt Vollsperrung zwischen Liedberg und Lüttenglehn, aber auch die Freigabe ab 10. Dezember. Von Ruth Wiedner-Runo

Seit Wochen gehört die Baustelle B 230 - zwischen Liedberg und Lüttenglehn - bei den Autofahrern zu den Aufregerthemen Nummer eins. Nicht nur die Korschenbroicher fühlen sich von der gut vier Kilometer langen Straßenbaumaßnahme massiv beeinträchtigt. Verkehrsteilnehmer aus Kaarst, Jüchen, Neuss und Mönchengladbach beklagen ebenso ihre Betroffenheit. Kilometer lange Umleitungen und regelmäßige Staus zu der Rushhour sorgen für Verspätungen, Frust und schlechte Laune. Mit Unverständnis und Kopfschütteln wird immer wieder auf die Straßensanierung und die damit verbundene Verschlankung reagiert. Doch jetzt ist ein Ende in Sicht.

"Wir werden die Straße am 10. Dezember für den kompletten Verkehr freigeben", erklärt Markus Reul als zuständiger Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW auf Anfrage. "Wir werden damit sogar eine Woche eher fertig." Nachdem der Landesbetrieb den ersten Termin mit Ende Oktober nicht halten konnte, hatte Reul zuletzt von Mitte Dezember gesprochen. Allerdings müssen die Verkehrsteilnehmer bis dahin noch ganz stark sein.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung sperrt nämlich ab kommenden Donnerstag, 30. November bis Samstag, 9. Dezember, die B 230 zwischen Liedberg und Lüttenglehn. "Die Vollsperrung ist für den letzten Bauabschnitt der Straßensanierung unumgänglich", versichert Reul. Dann wird die letzte Asphaltschicht aufgebracht. "Das geht nur, wenn zwei Asphaltfertiger versetzt auf der vollen Straßenbreite zum Einsatz kommen." Der Landesbetrieb will so unter anderem anfällige Nahtstellen an der Straßendecke vermeiden. Der Verkehr wird daher in beide Richtungen über die Autobahn 46 und die L 381 (Büttgen/Kleinenbroich) umgeleitet. Lediglich der Busverkehr von Schlich nach Liedberg wird weiter über die Landstraße geführt. Dabei ist jetzt schon kein Abbiegen mehr möglich: Beide Kreuzungen sind gesperrt. Wer die einspurige Baustelle in Liedberg befährt, kann weder am Gewerbegebiet "Glehner Heide" (Büttger Weg) noch an der K8 bei Lüttenglehn die Einbahnstraßenführung verlassen. Er ist gezwungen, weitere fünf Kilometer auf der bereits sanierten B 230 bis zur Autobahnanschlussstelle 46 durchzufahren.

"Das hier ist das reinste Chaos", schimpft Klara Hannen. Sie betreibt mit ihrer Tochter Christa Daners den Blumenladen am Ortsausgang von Liedberg. "Wir wissen schon lange nicht mehr, wo wir dran sind." In die Kritik stimmt ein Mann aus Waat ein. Er schreibt: "Die Situation ist seit Wochen eine Zumutung." Und eine Glehnerin erklärt: "Wir sind ja schon an Kummer gewöhnt, aber kein Mensch war darauf vorbereitet, dass die B 230 nun noch mehr Umleitungsstrecken bietet."

Als der Landesbetrieb für die Umleitung L 361 zwischen Kleinenbroich und Kapellen jetzt auch noch Gehölzarbeiten ankündigte, stand das Bürgermonitor-Telefon nicht mehr still. "Die Arbeiten sind vom Tisch", sprach Reul von einer Fehlinformation. Seine Zusage: "Die Straßenmeisterei wird erst im Januar aktiv."

Quelle: NGZ
 
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