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Korschenbroich
Krünsend: Vorerst keine Verkehrsberuhigung der Straße

Korschenbroich. Um die Straße "Krünsend" in Neersbroich ging es nun im Bau- und Verkehrsausschusses. Ein Anwohner hatte in einem Bürgerantrag den Bau von Bodenwellen und Bürgersteigen sowie präventive Maßnahmen wie Tempodisplays gefordert, um die Verkehrssituation in der Straße zu entspannen. Von einer "Rennstrecke" hatte er in seinem Antrag geschrieben. Ursprünglich wollte der Antragsteller sein Anliegen persönlich im Verkehrsausschuss vorbringen; er war jedoch aus beruflichen Gründen verhindert, teilte der Beigeordnete Georg Onkelbach mit.

Die Straße "Krünsend" verbindet den westlichen Ortsrand von Korschenbroich mit dem Mönchenglachdbacher Stadtteil Tackhütte. "Es ist eine nicht endausgebaute Straße ohne Gehwege und teilweise ohne Beleuchtung" schilderte Onkelbach die Situation vor Ort. Während in Tackhütte Tempo 30 gilt, dürfen die Autos in Korschenbroich mit Tempo 50 fahren. Der Grund: In Tackhütte ist die Straße mit beidseitigen Gehwegen und Parkbuchten entsprechend ausgebaut. Doch so einfach sei es nicht, etwas zu verändern, machte Onkelbach deutlich: "Wenn wir die Verkehrssituation verbessern möchten, müssen wir die Straße komplett ausbauen." Die Kosten dafür schätzt er auf rund eine Million Euro. "Und die müssen zu 90 Prozent von den Anliegern selbst getragen werden. Das Baugesetzbuch sieht das so vor", sagte er.

Andere Maßnahmen wie eine Tempo-30-Zone oder Hinweisschilder hält er für wenig hilfreich. Denn in vergleichbaren Straßen im Stadtgebiet habe sich gezeigt, dass man damit nichts erreicht hat. Im Gegenteil: Bodenwellen hätten für mehr Lärm gesorgt. Peter Holzenleuchter (CDU) wies darauf hin, dass nur deshalb mehr Autofahrer die Straße "Krünsend" befahren, weil die Ritterstraße an Schloss Rheydt umgebaut wurde. Er schlug vor, mit den Anwohnern das Gespräch zu suchen. Die Ausschussmitglieder folgten dem Vorschlag der Verwaltung und lehnten den Bau von Bürgersteigen oder Bodenwellen ab. Eine Möglichkeit, die Straße zu verbessern, sieht Onkelbach aufgrund des Haushaltssanierungsplans nicht: "Die rund 100.000 Euro, die die Stadt für die Umbaumaßnahmen selbst tragen müsste, wären ein großer Posten im Haushalt."

(drlp)
 
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