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Korschenbroich
Kunst mit Kaffeemehl und Sandkörnern

Korschenbroich: Kunst mit Kaffeemehl und Sandkörnern
Sie stellen noch bis zum 10. April ihre Kunstwerke in der Niederrhein-Klinik aus: Susanne Ollesch (l.) und Roswitha Schöler. FOTO: Detlef Ilgner
Korschenbroich. Susanne Ollesch und Roswitha Schöler zeigen ihre Werke zurzeit in der Niederrhein-Klinik.

Susanne Ollesch ist Architektin und kunstaffin. Sie malt nicht nur gerne, sondern gibt auch Malkurse in Tönisvorst, wo sie mit ihrer Familie lebt. Eine ihrer Schülerinnen ist Roswitha Schöler, sie wohnt ebenfalls in Tönisvorst. Die beiden Frauen stellen jetzt zum ersten Mal im Foyer der Korschenbroicher Niederrhein-Klinik an der Regentenstraße 22 aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 10. April, täglich von 10 bis 20 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Roswitha Schöler (63) hat bis vor kurzem als Verwaltungsangestellte gearbeitet. Sie malt seit zwölf Jahren. Offenbar hat ihr Susanne Ollesch einiges vermitteln können. Klar erkennbar ist aber auch, dass Roswitha Schöler ihren eigenen Stil hat. Sie malt gerne bunt und schafft es zugleich, dass ihre Bilder trotzdem nicht ins Kitschige abgleiten. Und sie malt vorzugsweise gegenständlich, aber nicht fotorealistisch. Das sieht man nicht nur bei Bildern wie "Stadt im Nebel".

"Irrwege" nennt die 63-Jährige zwei Arbeiten, mit denen sie sich ganz weit ins Abstrakte wagt. Bäume gehören zu ihren Lieblingsmotiven. Es sind stattliche Prachtexemplare, umgeben von einem Blumenmeer - ein Stück heile Welt, das nicht nur sehr gut in die Niederrhein-Klinik passt. "Horizonte" heißen zwei ihrer Bilder: Hier hat Roswitha Schöler in Farben geschwelgt, aber nicht zuletzt durch die horizontalen Linien wirken die Bilder geordnet, gehen nicht unter in einem Chaos der Farbigkeit.

Susanne Ollesch, 42 Jahre alt und aktuell in Elternzeit, hatte vor ihrem Architekturstudium zwei Semester Kunsttherapie studiert. Die Acrylmalerei hat sie sich überwiegend selber beigebracht. Bei ihr reicht die Bandbreite von abstrakt bis hin zu gegenständlich. Neben der Acrylfarbe benutzt sie unter anderem Kaffeemehl, Strukturpaste und Sand, um Strukturen zu schaffen. Die Künstlerin, die unter anderem Kulissen fürs WDR-Fernsehen entworfen hat, liebt florale Motive. Oft kommt aber auch Ornamenthaftes hinzu, gelegentlich tauchen Schriftzüge auf.

Susanne Ollesch arbeitet gerne experimentell. Vielen Bildern sieht man an, dass sie das Ergebnis eines heftigen Malprozesses sind, dass Farben aufgetragen und wieder weggenommen wurden. Was ebenfalls typisch ist für ihre Bilder: Farben setzt sie ein und kombiniert sie äußerst stilsicher. Es sind oft eher ungewöhnliche Farbtöne, die aber stets perfekt miteinander harmonieren.

(barni)
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