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Korschenbroich
Lesepartner suchen dringend Verstärkung

Korschenbroich. Der Förderverein "Aktion Volkshochschule" engagiert sich, damit Schüler beim Lesenlernen Unterstützung erhalten. Von Christian Kandzorra

Lesen bildet. Und Lesen kann neugierig machen. In Korschenbroich und Kaarst werden Kinder jedenfalls schon im Grundschulalter gezielt ans Lesen herangeführt - und das nicht nur einfach im Unterricht, sondern mit Hilfe ehrenamtlicher Lesepartner, die es sich zur Aufgaben gemacht haben, vor allem lernschwache Kinder zu fördern. Sie üben mit ihnen gemeinsam das Lesen.

In Korschenbroich geht die Initiative des Fördervereins "Aktion Volkshochschule" jetzt bereits ins vierte Jahr. Insgesamt 75 Freiwillige haben sich bis jetzt gemeldet, um Schüler der zweiten, dritten, vierten, fünften und sechsten Jahrgangsstufen zu unterstützen. "Wir wollen die Kinder aber eins zu eins betreuen. Deshalb ist der Bedarf an Lesepartnern für Schüler noch lange nicht gedeckt. Wir suchen Verstärkung", betont Fördervereins-Vorsitzender Hanno Wilsch (74), der selbst vier Kindern vorliest.

Lesepartner kann jeder werden. "Wichtig ist, dass sie sich regelmäßig mit dem Kind treffen, ihm ein offenes Ohr schenken, etwas erzählen - und dass sie Spaß am Lesen sowie am Umgang mit Kindern haben", erklärt Hanno Wilsch. Die Lesepartner sind an allen sechs Grundschulen, an der Hauptschule und an der Realschule aktiv. "Wie in jedem Jahr starten wir wieder mit einer Vorlesewoche. Am 22. Februar geht's an der Maternus-Grundschule in Kleinenbroich los", erzählt der 74-Jährige.

Mehrere Lesepartner lesen während der Woche auch vor größeren Gruppen vor, um bei den Kindern die Lust aufs Lesen zu wecken. "Das sind in erster Linie Kinderbücher und einfach verständliche Texte. Die Lesepartner beziehen die Schüler aber auch interaktiv mit ins Geschehen ein", erzählt Wilsch. In diesem Jahr wollen er und seine Mitstreiter auch Flüchtlingskinder, die die Grund- oder weiterführenden Schulen besuchen, fördern. "Der Fokus unserer Initiative liegt auf der Integration und Alphabetisierung. Integriert werden müssen aber nicht nur ausländische Kinder."

Hat also etwa ein Kind aus einer der Seiteneinsteiger-Klassen Interesse an einer Lesepartnerschaft, wird auch dieser Wunsch berücksichtigt. "Ich finde das Angebot hervorragend. Wir machen seit zwei Jahren mit und haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei vielen Schülern wecken die Lesepartnerschaften tatsächlich die Lust am Lesen", berichtet Realschulrektorin Martina Bartels-Walther, an deren Schule 31 Flüchtlingskinder unterrichtet werden.

Die Partnerschaften sind kostenfrei und gehen häufig über mehrere Jahre. Wer Interesse hat, kann sich telefonisch bei Hanno Wilsch (02131 797345) oder per Mail an hanno.wilsch@web.de melden. Seine Kollegin Ingrid Hartmann-Scheer gibt unter 02131 602115 Auskunft. In den Schulen sind Schulleiter Ansprechpartner.

Quelle: NGZ
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