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Korschenbroich
Liedberger Ortskern wird zur Klang-Bühne

Korschenbroich. Kulturamtsleiterin stellte im Fachausschuss Höhepunkte des Kulturprogramms 2018 vor. Von Angela Wilms-Adrians

Liedberg ist schon jetzt ein Schmuckstück, und bald wird der historische Ortskern zudem als avantgardistisches Klanggebilde erfahrbar sein: Zur vierten Auflage des Avantgarten Liedberg sollen ortsspezifische Werke von Kompositionsstudierenden entstehen und in einer Uraufführung am 9. September 2018 vor Ort vorgestellt werden. An vier Musik-Stationen, auf Wiesen und in Gärten soll die Landschaft zur Bühne neuer Klänge und Stile werden.

Auch sonst wird die von Brita Heizmann geleitete Reihe ein breites Spektrum zu Formen Neuer Musik und aktueller Klangkunst bieten. Das verriet Michaele Messmann im Ausschuss für Kultur, Familie, Soziales und Senioren im Ratssaal. Die Sachbearbeiterin lobte die ambitionierte Reihe als "ein Highlight für Kenner der Neuen Musik und ein Nischenprogramm, das Liebhaber hat".

Als einen weiteren Höhepunkt im Programm mit Kabarett, Konzerten, Kindertheater und dem zehnten Kunstfrühling (10. bis 17. Juni) empfahl sie besonders das Konzert des Trinity College Choir aus Cambridge, der vom 8. bis 16. Juli 2018 zu Gast sein wird. Zudem berichtete sie, dass bereits mehr als 200 der neuen Abonnements für das Kabarettprogramm verkauft sind, obwohl das Weihnachtsgeschäft noch nicht angefangen hat. Messmann wies zudem auf den Erfolg des Förderprojekts "Kulturrucksack" in diesem Jahr hin. Das Projekt hat das Ziel, das kulturelle und künstlerische Interesse von Jugendlichen voranzubringen. Die Workshops in den Bereichen Tanz, Literatur, Bildende Kunst, Theater und Schauspiel seien sehr gut besucht gewesen, so Messmann. "Zum dritten Mal haben wir dafür Geld vom Land bekommen, und die Jugendheime entwickeln die Ideen", sagte die Kulturamtsleiterin.

Doch nicht nur um das Kulturprogramm ging es im Ausschuss. Sachbearbeiterin Petra Köhnen stellte die aktuelle Flüchtlingssituation dar: Zurzeit sind 535 Flüchtlinge in Übergangswohnheimen oder von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht. Daneben leben 42 Flüchtlinge, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, in privaten Wohnungen. Von den 535 Menschen haben 219 Bewohner einen Aufenthaltstitel. 29 Menschen sind im Rahmen des Familiennachzuges gekommen. Für sie ist das Jobcenter zuständig. "Wir aber müssen uns aber darum kümmern, dass sie untergebracht werden, da sie obdachlos sind", erklärte Köhnen.

Köhnen berichtete von der regionalen Flüchtlingsberatungsstelle Kintop, die gerade erst eine Niederlassung in Kleinenbroich eröffnet hat und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist. Der anerkannte Bildungsträger bietet vor allem Sprach- und Integrationskurse an. "Wir stellen Anträge für Integrationskurse beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge online und erhalten eine Antwort in fünf Minuten", sagte Köhnen.

Quelle: NGZ
 
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